Unser Zuhause

So jetzt endlich der Post, den ich schon vor 6 Monaten schreiben wollte. Jetzt hat sich n bisschen was an Fotos angesammelt. Aber es sind schöne. Also entspannt euch beim Lesen und geniesst die Bilder, so wie wir den Ort geniessen, in dem wir leben.

Wir wohnen in Peñíscola, abgesehen vom Namen kann sich den jeder merken, wenn man mal hier gewesen ist. “Die Stadt im Meer” ist ein Juwel des Mittelmeers – so wird die Stadt beschrieben. Und ja, die kann sich sehen lassen! Die Altstadt mit ihrer Burg ragt auf einer kleinen Halbinsel im Meer empor, voller kleiner Gassen und schönen Ecken.

Eine lange Strandpromenade verbindet Peñiscola mit dem Nachbarort Benicarlo. Hier ein Blick durch die Sonnenbrille auf die Altstadt.

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Ob Wolken, Sonne, Nacht, Sturm, es wirkt immer gigantisch, dieser Felsen im Meer, auf dem Leute wohnen.

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Die Altstadt liegt auf einem imposanten Felsen, der 64 m über dem Meer emporragt und mit dem Festland durch einen Sandstreifen verbunden ist, der früher bei Sturm von den Wellen weggespült wurde, sodass sich die Stadt vorübergehend in eine Insel verwandelte. Das Zentrum der Altstadt bildet eine Festungsburg (Zitadelle) aus dem 14. Jahrhundert. (Quelle: Wikipedia)

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Die Geschichte der heutigen Stadt reicht ungefähr bis zum Jahr 1000 v.Chr. zurück. Die heutige Altstadt war damals eine Burg. In der Antike und im frühen Mittelalter war der Platz bereits von Karthagern, Griechen, Phöniziern, Römern und Arabern besiedelt und befestigt worden. Die heutige Burg wurde vom Templerorden von 1294 bis 1307 auf den Ruinen einer maurischen Festung erbaut. Im Stil zwischen Spätromanik und Gotik angesiedelt, ist die Burg schmucklos und schlicht. Dessen ungeachtet ist die Burg von Peñíscola eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens. (Quelle Wikipedia).

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Blick von der Neustadt (wo wir wohnen) auf die Altstadt.IMG_0725

In der Alstadt stehen viele Häuser leer, viele sind Sommerapartments, einige sind Hotels, Restaurants, Geschäfte usw. In ein paar wohnen noch alte waschechte Peniscolaner und hier und da ein paar junge Zugezogene, die bewusst dort hingezogen sind und den Charme der Alstadt der Infrastruktur bevorzugen (Ärzte, “richtige” Geschäfte und Supermärkte sind nur in der Neustadt, außerdem ist im Sommer so viel los, das man kaum mit dem Auto hochkommt – also auch viele Mofas = Laut). Man muss auch Lärm geniessen, wenn man dort wohnen möchte. Die Häuser sind alle nicht wirklich isoliert, die Gassen sehr eng, so dass man vielen Geräuschen ausgestzt ist, wenn man dort wohnt. Wir hatten es uns Anfangs tatsächlich überlegt, aber mit einem Kinderwagen auf Pflastersteinen und keinem Autozugang zum Haus haben wir uns schnell umentschieden.IMG_0722

Vom Artillerie-Park Blick auf die Burg

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sehr schön angelegt.

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Schon cool unser Burgpark… Normalerweise kostet er Eintritt, mit Bewohnerausweis kostenlos. Gestern kam ich also wieder mit den Anwohnerpapieren an (weil wir den Ausweis ja noch nicht haben), und die nette Frau am Eingang sagte: “Ach, Sie kenne ich doch schon! Sie brauchen die Papiere nicht mehr mitbringen, ich lasse Sie ab jetzt auch so durch” Chakka!
Dazu muss man noch sagen dass ich ein paar Wochen zuvor dachte, er ist kostenlos und die Frau mich am Eingang aufhielt und sagte, dass das kein öffentlicher Park ist. Ich war total traurig und sagte ihr, dass ich hier wohne und ab jetzt eigentlich öfter in den Park wollte. Normalweise soll man sich oben an der Burg die Eintrittskarte holen und damit dann wieder runter in den Park. Anscheinend gibt es hier keine Anwohner die regelmässig in den Park gehen… Sie hatte dann Mitleid und meinte dann OK mit dem Bewohnerausweis lässt sie mich ab jetzt so durch. Und jetzt nicht mal das.

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Allgemein bekannt wurde Peñíscola durch die beiden letzten Gegenpäpste der Obödienz von Avignon im Großen Abendländischen Schisma, Benedikt XIII. und Clemens VIII. 1411 verlegte Benedikt XIII. (auch nach seinem Geburtsnamen Pedro de Luna und dem Mond in seinem Wappen „Papa Luna“ genannt) seine Residenz in die Burg von Peñíscola im Gebiet des seine Obödienz unterstützenden Königs von Aragón und lebte dort bis zu seinem Tod am 23. Mai 1423. Auch sein Nachfolger Clemens VIII. nahm Residenz in Peñíscola bis zu seiner Abdankung und Ernennung zum Bischof von Mallorca.

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Auf dem Schoß des (Anti)-Papstes “Papa Luna”

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Im Kontrast zur Altstadt stehen die neugebauten Straßen und Alleen des touristischen Viertels. Das Meer verteilt sich zwischen den ausgedehnten Sandstränden im Norden der Zitadelle und von schroffen Steilhängen umgebenen Buchten im Süden. Die 79 km² des Stadtgebietes mit 17 km Küstenlänge verteilen sich gleichmäßig auf Waldflächen und Anbaugebiete der warmen Mittelmeersonne, auf denen Orangen, Oliven- und Mandelbäume nicht fehlen.

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Nach dem Ende des Großen Abendländischen Schismas war Peñíscola ein unbedeutendes Provinzstädtchen ohne besondere Vorkommnisse und wurde erst durch den Tourismus des 20. Jahrhunderts als „historisches“ Reiseziel wiederentdeckt. (Quelle Wikipedia)

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Bei der Tour durch die Gemäuer gibt es auch einen kleinen historischen Informationsclip.

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Interessante Gewölbe

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Der Leuchtturm

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Die Sportart Parkour hier auszuüben wäre doch eine Wonne:….!!! (Man hüpft/klettert von Dach zu Dach).IMG_7813

Kurze PauseIMG_7815

Schon bald 2 !IMG_7816

Ganz oben auf der FestungIMG_7821

Peñiscola zählt 7444 Einwohner (Stand 1. Januar 2015), wobei in der touristischen Hochsaison diese Zahl durch Urlauber auf mehr als 150.000 anwachsen soll. Mit seiner einzigartigen historischen Altstadt auf einem Felsen und dem fünf Kilometer langen Strand ist Peñíscola einer der wichtigsten Urlaubsorte Spaniens, v. a. für die Spanier selbst, in jüngster Zeit jedoch zunehmend auch für Ausländer. Peñíscola hat jährlich rund 300 Sonnentage, die Durchschnittstemperatur beträgt im Sommer 27 °C, im Winter 11 °C. Die Wassertemperatur liegt im Sommer um 23 °C. IMG_7833

Im Winter stehen 90% der Hotels leer. Es ist wie eine Geisterstadt, wenn auf einmal beim 4*-Hotel die Laubblätter auf der Treppe herumfliegt und alles verwahrlost aussieht… An Ostern flackert die Saison kurz auf, und ab Juli gehts dann richtig ab.IMG_7848

 

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DER HAFEN

Ein kleiner süßer Hafen gehört auch zu Peniscola. Direkt unten an der Burg. Hier kann man die Fischer beim Auslaufen oder Einlaufen zusehen, wie sie ihre Meeresfrüchte direkt dort verkaufen und so weiter.

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Netze flicken gehört ganz traditionell zum Alltag der Fischer dazu. IMG_3077 (1) IMG_3074

Da sitzen sie, stundenlang, und flicken ganz gemütich vor sich hin. IMG_3073 IMG_3072 IMG_2898

Vor der Kulisse der imposanten Burganlage wurde am Strand von Peñíscola die finale Entscheidungsschlacht der Spanier gegen die Almoraviden des bekannten Historienfilms El Cid gedreht. Außerdem dient Peñíscola als Kulisse der 6. Staffel Game of Thrones. (Quelle Wikipedia)

Hier an der Kulisse einer spanischen Fernsehsendung “Chiringuito de Pepe”, wo es um einen 5-Sterne-Koch geht, der ein kleines heruntergekommenes Strandrestaurant in Peniscola wiederbeleben will und sich den Herausforderungen mit den Einheimischen und ihrer Traditionen stellt…

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Alles “Pappe”.IMG_2391

Hinter den KulissenIMG_2366

Die Kulisse, wie sie auch im Fernsehen gezeigt wird. Diese Stand für den Dreh ca. 2 Wochen dort.

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Hier beim Dreh zugeguckt.IMG_2364

 

 

SONSTIGES

Peniscola hat ein eigenes Bier, “Badum” genannt.

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Elishas SandkastenIMG_2312

Stamm-SpieplatzIMG_0726

Einen kleinen See haben wir auch, Elisha liebt es Entenund Fische zu füttern.IMG_2236

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Tipps und Tricks zum Wäscheaufhängen lerne ich auf dem Dach von den Nachbarn.IMG_0746

Üblich sind Heiratsanzeigen dieser Art. Ein witziges Schildchen, auf dem die Hochzeit bekannt gegeben wird (hier “Krankenwagenfahrer und die Ärztin” heiraten). Diese Schilder sieht man dann im Ort verteilt an Türen oder Wänden.

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Elisha mag es auch, hier zu wohnen.

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Nicht weit von uns haben wir ein “Delta” an dem schöne Sanddünen sind. Dort gehen wir manchmal hin und geniessen die “Nordseeartige Landschaft”.

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Wir kochen und heizen ja mit Gas. Wenn die Flasche leer ist, stellt man sie einfach auf die Strasse. Dann kommt irgendwann ein Lastwagen und tauscht sie aus. Über die vermerkte Nummer wird abgebucht. Interessant ist, dass die Spanier eigentlich sehr misstrauisch sind. Aber mit den Flaschen haben sie das Problem nicht (aber dass wir ein Schuhregal vor unserer Tür haben finden sie riskant).

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Also liebe Leute, das wars.IMG_7761

Machts gut. Bis dann. Jetzt wisst ihr wo wir so wohnen und wie wahnsinnig schön es ist.

Was ein Privileg.

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