Altiplano

Um die Grenze nach Chile zu ueberqueren, beschlossen wir, eine 3-Taegige Tour ueber die Anden zu machen (Altiplano = “Hoch und Flach”). Diese Tour ist im Schnitt auf 4000m Hoehe und geht ueber Uyuni, den groessten Salzsee der Welt, entlang an Lagunen und komischen Landschaften. Es war wunderschoen. Bea hatte am 2. Tag der Tour Geburtstag und wurde mit Condoren, Flamingos und extremer Kaelte beschenkt =)

Hier erst Mal ein Video, schaut es euch an.

Das ist der Salzsee Uyuni.

Das Salz wird nur fuer Bolivien bearbeitet
und auch fuer kleine Souvenirs, wie diese hier:
Ja, schmeckt salzig…
Auf der Insel “del Pescado”
Dinos haben wir auch getroffen =)
Dies ist uebrigens nicht bearbeitet worden.


Unser Jeep.

Zwei unserer netten Mitfahrer

Das sind wir (fast) alle,
die in dem Auto mitgefahren sind.
Eine Polin, ein Italiener, ein Australianer,
ein Bolivianer und drei Deutsche.
Mittagessen an der Laguna Hedionda.
Klopapier NICHT ins Klo schmeissen,
sondern in den Muell! Das gilt fuer ganz Bolivien,
Peru, und halb Chile.
Hmmm! Fruehstueck!!!
An der Laguna Verde, Grenze zu Chile.

Flamingos in ihrer Pracht

Ein Fuchs
Und ein echtes Highlight zum Geburtstag:
Cóndore!
Der Fahrer meinte, er habe hier selbst noch
nie welche gesehen. Ein Geschenk des Himmels.

Ach ja, sie haben eine Vicunia (sowas wie ein Lama)
gerissen, und wir haben sie beim Fressen verschreckt.
Die Laguna Colorada (gefaerbte Lagune).
Beeindruckend.
Nachdem eine Touristin vor unserer Nase
180 Dollar wegen einem Apfel im Gepaeck
als Strafe zahlen musste (Chile ist da etwas
streng aber konsequent), sind wir unversehrt
in Chile angekommen. Hier chillen wir bis Freitag.
Dann geht`s nach Argentinien rueber.
Eure Weltenbummler

Tarapaya

Da man in der hoechten Stadt der Welt auch mal verschnaufen muss, sind wir einem Geheimtipp gefolgt. Der Weg fuerte ueber 40 min. Busfahrt und einem 30 min. Wanderweg zu einer warmen Lagune namens Tarapaya. Mitten in der Pampa stehen drei kleine mietbare Haeuschen an einer Badelagune. Weils noch so geheim ist, waren tagsueber auch nicht viel Turis zu sehn. Und wir waren ausser den Verwaltern die einzigen, die dort uebernachteten. Traumhaft!

Potosí



Wassertemperatur geschaetzte 33°C


So spassig wie es aussieht, war es auch…


Wir wurden auch wieder mit einer wahnsinns Landschaft beschenkt

…das Beste zum Schluss:
Viel toller als die Landschaft, unsere Huette oder die Lagune
mit dem warmen Wasser fand Bea die kleinen Welpen des Verwalters.
Was sagt man dazu…

Nachdem wir hier genaechtigt hatten gings gleich weiter nach Uyuni.

Potosí – Bergwerk

Nach 2 Jahren, als Bea schon hier war, ihre Reisebegleitung aber in einen 6m-tiefen Schacht gefallen ist, machen wir die Tour erneut.
Das Bergwerk ist der “Cerro Rico”, der schon seit fast 500 Jahren ausgebeutet wird. Potosí ist mit 4.000 Metern Hoehe die hoechste Stadt der Welt.
Als man den Berg entdeckte, war es sogar die reichste Stadt Amerikas. Silber ueberall!

Mittlerweile gibt es 200 Minen in diesem Berg,
manche noch aus dem Mittelalter.
Die Minenarbeiter muessen ihr Material selbst besorgen.
Daher geht man vor der Tour auf den Minenmarkt und
kauft ihnen Geschenke.
Alkohol, Kokablaetter, Dynamit.
96%-Alkohol. Trinkbar.
Ja, den trinken sie PUR.

Der “Reiche Berg”
Und nur rein mit uns in die… warme…
eiskalte… schmutzige… Stube!
Aus dem Weg!!!
Alle mit Koka in der Backe.
Hilft gegen Hunger und Hoehe.

Silber!

Pause mit den Minenaarbeitern.


Klettern…


Das hier ist der “Tio” (Onkel). Richtig, sieht aus wie ein Teufel…
Ist er auch. Sie beten ihn an, damit er sie nicht umbringt (es geschehen
wahnsinnig viele Unfaelle im Bergwerk), und opfern ihm sogar. “Draussen” sind sie
katholisch und glauben an Maria. Sie sichern sich eben zweimal ab.

Opfer.

Puh…endlich wieder draussen… geschafft.

Die Minenarbeiter verdienen gut,
die Arbeit ist aber extrem krass und unsicher.
Hier arbeiten auch viele Kinder.
Es gibt ein Video, das koennt ihr mal auf YouTube suchen, es heisst
“The Devils Miner” (auch auf deutsch).
Also, liebe Gruesse,
eure Koehlers.

Titicaca

Unsere Reise begab sich nach dem Machu Picchu zum Titicacasee, in die Stadt Puno.
Dort unternahmen wir einen kurzen Ausflug auf die schwimmenden Inseln der “Uros” (Islas Flotantes). Es war unglaublich. Dieses Volk der Uros baut schon seit ca. 400 Jahren seine eigenen Inseln aus Schilf (Totora) und Erde, die dann einfach im Titicacasee schwimmen wie grosse Torten.

Dies ist eine der vielen Inseln.
Sie pendeln auch zwischen den Inseln auf
ihren Booten umher, und gehen ein Mal die
Woche in die Stadt auf den Markt. Ansonsten
sind sie eigentlich ein eigenstaendiges Voelkchen.
Sie schlafen unter Schilfdaechern und
auf Schilfbetten. Ein ehemaliger Praesident
schenkte ihnen Strom durch Solarzellen.
Die Inseln bestehen nur aus Erde
und gestapeltem Schilf, das sich unten alles
langsam wieder abbaut. Deswegen muessen
sie ab und zu neues Schilf drauflegen.
Der ganze Boden der Insel ist also weich und federnd.
Das ist der Praesident dieser einen Insel,
und er hat uns erklaert, wie diese Inseln
konstruiert wurden. Ihr seht den Erdblock,
der nach ca. einem Jahr Verarbeitung geeignet
und fest genug ist. Darauf kommt das Schilf.
Die Erde verrottet dann langsam, daher muss immer
Neues draufgebaut werden.
Es ist wie eine andere Welt.
Leider sind die Inseln schon etwas touristisch geworden,
daher verkaufen die Frauen ganz teuer ihre Handwerksachen.
Sie singen aber auch Lieder vor in verschiedenen
einheimischen Sprachen wie Quechua und Aymara.
(siehe Video unten)
Auf dem Boot.
Das war der Sonnenaufgang in Puno.
Und die Fahrt nach Bolivien.
Das ist Copacabana in Bolivien,
an der Grenze zu Peru (nicht das vom Lied).
Die Grenze war total
verschlafen und ein Mitarbeiter
an der Grenze hatte sogar ne Fahne…
“Daniel Buergermeister” steht hier.
Daniel als Buergermeister von Copacabana…
hoert sich gut an, er hat aber abgelehnt, keine Zeit – Sorry!
Copacabana auf dem Weg zur Hauptstadt La Paz.
Hier noch ein Song fuer euch:

Unfreiwilligerweise sind wir jetzt doch eine Nacht und einen

Tag in La Paz. Heute Abend fahren wir nach Potosi.

Liebe Gruesse,

eure Carboneros.