Cali & Las Lajas

So… da mussten wir also Bogotá verlassen,
um diesen Roadtrip zu beginnen…
Zuerst ging es also nach Cali, die Salsahauptstadt der WELT.
Und wir waren NICHT tanzen. =)
Waren nur tagsüber da und haben uns Sehenswürdigkeiten
angeschaut wie Kirchen, Plätze, Einkaufszentren, Kino, Friseur
und den schönsten Zoo Kolumbiens…

Iglesia de la Merced:



Z O O L O G I C O
D E
C A L I

Jetzt ein paar ungewöhnliche Zoofotos:
Fischmaul

zZZZ…

Was ist das?


Ein kletternder dicker Bär


Kuscheln bei der Löwenfamilie

Ach ja, nach dem Friseur sehen wir so aus…
Schwarz gefärbt um auf unserem Roadtrip nicht gleich aufzufallen
als super-stroh-blonde Touristen… Und es wirkt! Wir merken,
wie wir weniger angegafft werden.



S A N T U A R I O
D E
L A S
L A J A S
Diese krasse wunderschöne Kirche liegt ganz nah
an der Grenze zu Ecuador. Sie wurde in eine Schlucht
hineingebaut, da man dort den Schatten einer Heiligen gesehen
hat. Sonntags rappelvoll.
Die Grenze nach Ecuador:


Jetzt sind wir mittlerweile in Ecuadors Hauptstadt Quito angelangt
und chillen in einem gemütlichen Hostel. Morgen erkunden wir die Stadt
und am 1. September geht´s weiter nach Guayaquil zu einer Freundin.

Liebe Grüße,
die Bea und der Daniel

Der Roadtrip geht los!

Das ist unsere geplante Route. Wir werden versuchen, euch zwischendurch zu berichten.
Der Trip geht einen Monat und ca. 8.000 Km, davon 9 Tage bzw. Nächte im Bus =)
was wir an Kolumbien vermissen werden:

Kaffeemachen
die Kids vom Praktikum
die Musik
die Kolumbianer
das Spanisch
die Karibik
die Gelassenheit
die Anspruchslosigkeit
die frisch gepressten Fruchtsäfte
unsere Katzen Luna & Pepa
der billige Friseur gegenueber
die Hippiestände mit Schmuck, Taschen, usw.
die Arepas con queso
das günstige Mittagessen
die Hängematten !!!
die Stadt
die billigen Taxifahrten
die “Candelaria”

worauf wir uns in deutschland schon freuen:

Familie & Freunde
ALDI
Dosenfutter
Senseo-Maschine
Fertiggerichte
Braunshardtpizza
Döner
Sicherheit
Schokolade
draußen nachts rumlaufen
Pünktlichkeit
unsere zukünftige Wohnung
Hochzeitsgeschenke neu bewundern
Weizenbier
Jahreszeiten
draußen Grillen
Schnitzel
Job (Daniel)
den unterschiedlichen Musikgeschmack

Armero – die zerstörte Stadt

Zwischen Lérida und Guayabal gab es eine Stadt names Armero, bekannt geworden durch die Tragödie vom 13. November 1985, als 70 km westlich der Stadt der schnee- und gletscherbedeckten Gipfel des Vulkans Nevado del Ruiz ausbrach. Die ausströmende Lava brachte die 25 Quadratkilometer große Eiskappe der Gipfelregion zum Schmelzen. Heiße Lava, glühende Asche, Schmelzwasser und Schlamm bahnten sich ungebremst mit einer Geschwindigkeit von 40 bis zu 60 km/h im Flusstal des Lagunilla ihren Weg zur Stadt Armero.
Die heiße Schlammlawine nahm auf ihrem Weg Geröll und Sand des Flussbettes mit, so dass sich eine Flutwelle von großer Dichte und einem gigantischen Ausmaß von 40 Meter Dicke über die Stadt ergoss und sie knapp zweieinhalb Stunden nach dem Ausbruch unter sich begrub. Es starben fast 30.000 Menschen.
Die Überlebenden wurden auf Lérida und Guayabal aufgeteilt, weswegen wir viele Zeugnisse der Überlenbenden mitbekamen. Es bewegte uns alle sehr, vor allem, als der Taxifahrer, der selbst noch Narben im Gesicht hatte wegen dieser Katastrophe, der auch 6 Geschwister verlor, einen Abstecher in den heute angelegten Gedenkpark mit uns machte. Der Park ist dort, wo die Stadt einst war, ein Wald mit Kreuzen und Gräbern, wie auch Ruinen der ehemaligen Häuser.
Bekannt wurde ein Mädchen namens Omaira Sanchez, die nach 60 Stunden eingeklemmt im Schlamm nicht überlebte, da eine spezielle Pumpe nötig gewesen wäre, die nicht rechtzeitig am Unfallort eintraf. Das vom Fotografen Frank Fournier aufgenommenes Bild des eingeklemmten Mädchens wurde zum Pressefoto des Jahres 1985 gewählt.

Die Menschen, die wir trafen waren sehr bewegt und tragen diese Geschichte mit sich herum. Viele verloren ihre Kinder, Eltern und Freunde. Eine Frau sagte, sie fühle sich, als wäre ihre Vergangenheit mit dieser Stadt weggespült worden. Ein anderer erzählte, dass er vor zwei Monaten erst erfuhr, dass sein Bruder noch lebt. Damals wurden nämlich viele von den Überlebenden in andere Städte, bzw. Länder gebracht, da die Katastrophe für das Land untragbar war. Die Menschen, die uns diese Dinge erzählten, waren froh, sie mal wieder jemandem erzaehlen zu können. Es war, als könnten sie damit ein Stückchen ihres Schmerzens abgeben können.

Hier könnt ihr ein Video sehen:

*Informationen aus Wikipedia und Zeugen. Fotos aus Google.

Lérida – Guayabal – Honda

Nach Ibagué ging´s also nach Lérida.

Dort empfing man uns echt herzlich
Das CVJM/YMCA/ACJ Lérida
Rundfahrt durch Lérida


Empfang mit Tanz und Essen
Daniel mal wieder mittendrin
Schuleinsatz im Colegio Colombo-Alemán

Abendprogramm mit Eltern:
Bayrischer Volkstanz

In Guayabal: Das CVJM hier hat sogar ein Schwimmbad,
bei der Hitze wirklich echt nötig!
Ein kleineres Team von uns ging nach Honda:
Ein süßes Kolonialstädtchen
Das CVJM in Honda
Rundgang durch Honda
Der große Fluss Magdalena
Markthalle

Das beste Essen: Hähnchen in Maracuja-Soße
und Reis mit Spinat und Kartoffelsalat!!! HMMM!



Adieu!!!


Abends wieder in GuayabaL: Abendprogramm
In Guayabal haben wir unterm Dach gezeltet,
bzw. draußen geschlafen
Im Abendprogramm gab´s auch den typischen
peruanischen Volkstanz (Marinera), ähnelt der
Cueca aus Chile aber sieht schöner und freier aus.
Und die jugendlichen von Guayabal zeigten uns
noch ein paar ihrer eingeübten Shows auf Stelzen
und eben Feuerspucken
Das Team macht jetzt in Bogotá alleine weiter,
während wir jetzt nach Chile reisen werden.

Ibagué

Halloechen!
Heute gehen wir nach Guayabal, daher vorher noch kurz einen Bericht wie der Missionseinsatz bis jetzt lief hier in Ibagué.

Im Camp des CVJMs in Bochica, gibt es tausende herrliche
Blumen und Baeume und Tiere, die einfach total schoen sind.
Man fuehlt sich irgendwie wie im Paradies…



Eine Kaffepflanze!
Die ersten Drei Tage in diesem Camp waren
fuer uns als Missionsteam eine Vorbereitungs- und
Kennenlernzeit.

Das Missionsteam besteht aus ca. 10 Deutschen aus
dem CVJM Muenchen, 3 Peruanern und 6 Bogotanos.
Die Einsaetze werden in den Programmen des CVJMs
gemacht, d.h. in Kindertagestaetten. Wir machen Spiele,
Theatersteucke, Pantomimen, Andachten und am Schluss
auch ein Uebergabegebet.

In diesem Viertel hat das CVJM von Ibagué ein Haus.



Die Kids waren einfach zum verlieben!!!







Daniel erzaehlt mit Gemuese die Geschichte
vom verlorenen Sohn.
Abends gabs dann noch eine Ueberraschung fuer uns:
Eine Party-Chiva. Das ist eben ein typischer Partybus!


Liebe Gruesse,
eure Bea

Gruss aus Ibagué

Hallo, ganz liebe Gruesse auch von mir, der Bea. Wir sind jetzt fuer 4 Tage in Ibagué und gehen dann noch nach Guayabal und Lérida. Am 25. Sind wir wieder in Bogotá und packen unsere Koffer, da wir am 28. schon mit unserem einmonatigem Roadtrip beginnen nach Chile, durch Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien.
Wir sind hier eine Gruppe aus 20 Personen, davon 3 Peruaner, 7 Bogotanos (darunter wir) und 10 deutsche aus dem CVJM Muenchen. Die Zusammenarbeit ist bis jetzt prima und stressfrei. Heut beginnen die erstn Einsaetze, haben taeglich an die drei Einsaetze mit jeweils ca. 100 Jugendlichen, Kindern oder Erwachsenen.
Sobald wir wieder ans Internet kommen, berichten wir.
Liebe Gruesse,
Bea&Daniel

Kaffee Olé

Hallo liebe Freunde!

Vor einer Stunde hat sich ergeben, dass wir Beide morgen auf einen Missionseinsatz des YMCA fahren.

Wir fahren zusammen mit ein paar Münchnern, Kolumbianern und Peruanern in verschiedene Orte der Kaffeezone Kolumbiens. Richtig! Dahin wo der Weltbeste Kaffee her kommt. Genau der richtige Ort für Bea und mich.

Um euch die Wartezeit bis zum nächsten Blogeintrag zu schmücken, könnt ihr euch die tollen Blumen angucken! Yeah, Blumen!!!




















…sie sind nicht mal mit Photoshop bearbeitet.

Also bis zum nächsten Mal

Der Daniel

Abendspaziergang

Es geschah an einem Dienstag Abend. Es war 20:00 Uhr und die Sonne hat sich bereits in ihren wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Normalerweise tummelt es nur so von Menschen auf den Straßen der Candelaria, dem Zentrum Bogotás in dem Salsakneipen bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Doch nicht in jener Nacht! Bea und ich beschlossen noch einmal dem Supermarkt einen kleinen Besuch abzustatten. …was wir zu dem Zeitpunkt der Entscheidung nicht wussten, war, dass wir das lieber hätten sein lassen sollen.

Ich bestückte mich mit Pass und meiner neuen Zebra gemusterten Visakarte, bevor ich mit meiner Gattin das Anwesen verließ.

Es war ruhig in jener Nacht. Zu ruhig! Nachmittag regnete es und der Regen schien Spuren hinterlassen zu haben. Zumindest bei den zwei Columbianos die uns in der Seitenstraße abfingen.

Einer kam von vorn auf uns beide zu, der Andere von hinten. Als sie nur eine Handbreite von uns entfernt waren zückten beide gleichzeitig ihre Messer und verbreiteten eine Hektik und Stress, was jeden klaren Gedanken unterdrückte. Sie riefen englische Gewaltausdrücke, um die Sache schnell hinter sich zu bringen und den Stress in uns zu provozieren.

Wir sagten, dass wir kein Geld dabei haben. Bea zeigte ihre Taschen, gefüllt mit unwichtigen Sachen, u.A. ein Pfefferspray, dass sie aber in dem Moment nicht in Gebrauch nehmen wollte, da sie ja nur einen der beiden damit hätte ansprühen können, während vielleicht ihr Ehemann abgestochen wird… Während er sein Messer auf uns richtete, zerrte er an meiner Gürteltasche. Lieber als abgestochen zu werden, gaben wir ihnen die geforderte Tasche indem sich mein Reisepass und die wundervolle Visakarte befand. Bea schrie ihnen noch nach “Aber die Dokumente, bitte, die Dokumente, die sind wichtig!”, aber keine Reaktion.

So schnell wie sie aufgetaucht waren, waren sie auch wieder weg. Jedenfalls haben wir gleich die Karte sperren lassen, am nächsten Tag unseren Verlust bei der Polizei gemeldet (wurden vorher noch im Polizeikleinbus herumkutschiert) und einen neuen Reisepass bei der deutschen Botschaft beantragt. Die Polizei, oder zumindest genau der Polizist, der unsere Daten aufnahm, war wirklich sehr, sehr unhöflich zu uns, was vor allem Bea in dem Moment sehr schockierte und sie fast einen Wutausbruch bekam. Sie meinte danach “Das schockierende waren nicht die Diebe, sondern der Polizist!!!”.

Wir sind nun schon 6 Monate in Kolumbien – ab morgen wieder legal, anderes Thema 😉 – und wir müssen sagen, dass ist ein gutes Zeichen, dass wir erst jetzt überfallen worden sind. Das Gute ist: Jetzt sind wir ein bißchen ausmerksamer für unsere Reise, die Ende des Monats losgeht. Auch gut, dass wir in dem Moment überfallen worden sind, und nicht, als wir Laptop, Kamera 1 und Kamera 2 dabei hatten und noch sonstige wertvollen Dinge… Ich hatte sogar sein Mobiltelefon in der Hosentasche, aber sie waren so fixiert auf meine Bauchtasche, dass sie vergessen haben, meine Hosentaschen zu untersuchen…

In Psalm 91,9 steht:
“Denn der Herr ist deine Zuflucht, du hast dir den Höchsten als Schutz erwählt.”

Das heißt nicht, dass wir jetzt jeden Abend durch Bogotá laufen, oder leichtsinnig sein wollen… sondern, dass wir wissen, dass wir nicht alleine sind, wenn jemand mit einem Messer vor uns steht.

Genau hier wurden wir überfallen, um die Ecke
von unserem Haus…

Liebe Grüße aus Bogotá

vom Daniel