Sprachschule

Das ist unsere Sprachschule, die Hansa Language School.

Wie wir bereits in einem vorigen Eintrag erzählt haben, sind wir ITA-Studenten in verschieden Klassen eingestuft worden. Das Ziel des Unterrichts ist es, den TOEFL-Test zu machen und eine hohe Punktzahl zu erlangen. Die Studenten bekommen dafür Credits. Da manche besser sind als die anderen, haben sie weniger Unterricht und so früher aus. Das heißt für mich, Bea, ist der Unterricht leider schon vorbei. Ich hätte gerne noch mehr Conversation gehabt über Themen wie Politik, Sozialsystem oder so.

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Daniel hat noch weiterhin Unterricht, z.B. bei diesem verrückten Lehrer, der Dylan heisst. Er hat auch eine eigene Homepage und lustige Videos, wie z.B. das hier:

Für uns war letzten Dienstag der letzte Schultag (Daniel ist zur letzten Stunde auch dazugekommen).

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Unser supercooler iranischer Lehrer Esmaeil.

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Der uns noch gezeigt hat, wie unsere Namen auf persisch geschrieben werden.

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Wir haben noch ein bißchen gesungen,

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und Kaffee getrunken.

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Und jeder hat ihm noch Abschlussworte sagen dürfen, die er sogar mit dem Handy aufgenommen hat.

 

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Das ist Ahmad aus Saudiarabien, ein total witziger Kerl. Wir hatten sooooo viel Spaß mit ihm!

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Und hier noch ein Abschlussklassenbild

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See ya!

Unterricht & so

Hi Leute,

hier ein paar Eindrücke über unseren Alltag im kommenden halben Jahr.

Zuerst stellen wir euch das Toronto Baptist Seminary vor, das theologische Seminar, wo wir wöchentlich einen Kurs besuchen (Systhematische Theologie). Das TBS ist ziemlich zentral gelegen und besitzt verschiedene Gebäude, u.A. ein Studentenwohnheim und eine Kirche. Hier eine kurze Führung:

 

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Yeah, alles ein bisschen Altbacken…

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Der Vorlesungsraum:

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Jetzt zur Kirche/Gemeinde, die wir letzten Sonntag besucht haben: Die Westminster Chapel.

Der Gottesdienst war irgendwie anders aber auch irgendwie gar nicht so sehr. Ist jetzt schwierig zu beschreiben, aber es waren manche Sachen eben sehr gewohnt und manche eher fremd, eben eine komische Mischung aus beidem. Insgesamt war die Atmosphäre sehr cool, die Menschen sehr nett und die Predigt sehr lehrreich. In dieser Gemeinde werden wir und noch ein paar andere aus der Gruppe dieses halbe Jahr mithelfen.

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Hier treffen sich die jungen Erwachsenen nach dem Gottesdienst zum Essen.

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Hier seht ihr in der Mitte übrigens Greg, ein sehr netter Kanadier, der auch bei uns im Haus wohnt.

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Das sind unsere direkten Mitbewohner (aber insgesamt sind wir zu 12. auf einem Stock)

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Sooooo und jetzt zum Englischunterricht:

Zuerst mussten wir in der Sprachschule (Hansa) einen Test machen, um zu sehen, wie gut unser Englisch ist. Dieser wurde ausgewertet und so wurden wir in verschiedene Klassen und Stufen eingeteilt. Das Ziel ist am Schluss, den TOEFL-Test zu bestehen und so ein Zertifikat über gute Englischkenntnisse zu besitzen.

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Jetzt sind wir also eingeteilt in verschiedene Klassen. Daniel hat wechselnde Unterrichtsklassen und Fächer (Reden, Lesen, Schreiben, usw). Bea (also ich) ist jetzt schon in der Test-Vorbereitungsphase mit 6 anderen der Klasse. In 4 Wochen gibt´s dann den Test und dann sind wir offiziell fertig damit. Die anderen dürfen noch länger brauchen. Ziel ist, dass alle den Test schaffen. Ein bisschen schade finden wir (von der Vorbereitungsklasse), dass wir nicht in einer fortgeschrittenen Gruppe sind, wo wir einfach an unserem Englisch-level weiterarbeiten, sondern eben nur noch auf den Test vorbereitet werden. Und dabei geht es eben fast nur noch um Taktik und Strategien.

Hier ein Bild von unserem ersten Tag im Unterricht. Die Lehrerin war total agressiv drauf und hat immer sehr laut geredet (rumgeschrien) und so. Wir kamen uns echt vor wie im falschen Film oder bei Verstehen Sie Spaß. Wir mussten uns total zusammenreißen um nicht auf einmal laut loszubrüllen. Das war einfach so unglaublich, wie diese Frau uns (wie bei der Army oder so) Befehle gab und hektisch war.

Hier grad in der Pause (Lehrerin ist nicht auf dem Foto), wo ihr Hund (ja, der Hund der Lehrerin namens Whisky) auf den Tischen rumtanzt…

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Heute in der U-Bahn kam eine Durchsage “Bitte gehen Sie von den Türen weg, sonst kommt heute keiner mehr auf die Arbeit. Ja, dann stehen wir hier eben einfach alle und es geht nicht weiter. Die Türen schließen nicht, wenn sie da so nah dranstehen. Also bitte gehen Sie weg von den Türen!”. Der Zug fährt wieder weiter. Und dann wieder eine Durchsage: “Sehen Sie? Das hat funktioniert!” Und alle mussten kurz lachen.

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Hier unser Lehrer Ismael, er kommt aus dem Iran und hat schon ziemlich viel auf der Welt bereist. Er ist sehr nett und der Unterricht macht auch Spaß. Und er erzählt liebend gern Geschichten, Vergleiche und Beispiele.

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Hier ein kleiner Vergleich zwischen den Notizen meiner Klassenkameradin Rosita (du Streberin) und mir. Wie anders das doch aussehen kann…Ich wünschte, ich wäre da auch so ordentlich.

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Achja ich heiße jetzt übrigens Debby, weil ich keine Lust mehr darauf habe, ständig meine Namen erklären zu müssen (das hatte ich schon 14 Jahre in Chile!). Tabea kennt man nicht, Tabitha irgendwie auch nicht, Bea hört sich an wie Beer (Bier) oder Bear (Bär). Bei Tabbi werde ich mit Teletubbie geärgert und auf Facebook hat mir niemand eine gute Alternative angeboten… Daher dachte ich, Ok, ich bleibe bei Debby. Und es funktioniert. Ooooh wie einfach es sein kann!!!

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Also bis dann,

eure Köhlers

Hallo aus Kanada!

Hi people,
wir sind jetzt in Kanada! 
Daher ein kurzes Hallo, 
ein paar Bilder und erste Eindrücke!
Wir sind nicht alleine hier her gekommen, 
sondern zusammen mit der ganzen ITA-Klasse (16 Personen). 
Die Gruppe bei der Abfahrt an den Flughafen.
 Die Abschiedstruppe am Flughafen.
 Unser Flugzeug.
 Für manche war es der erste Flug!

 Wir sind über Ottawa geflogen.

 In Ottawa hatten wir erst eine kleine Gepäckverwirrung…
 Und der Anschlussflug hatte Verspätung.
Sind dann aber trotzdem noch gut angekommen spät Abends.
 Abgeholt und nach Hause kutschiert haben uns Liebenzeller Missionare.
 Das ist unser Haus. Hier wohnen wir zusammen mit
der Klasse, den Hauseltern (Mattmüllers) und ihrer Familie und 
noch 3 weiteren Personen. 
Ganz oben seht ihr das Fenster von unserem Zimmer.
Das hier ist unser Zimmer. Ich finde es wunderschön und 
es ist viel größer, als wir dachten.
Das ist der Eingang zu unserer WG,
wo wir zusammen mit einem anderen Ehepaar
das Bad teilen (nicht die gleichen wie in Liebenzell,
aber auch sehr coole).
Hier mal ein Blick aus unserem Fenster: 
Und in die andere Richtung:
(das sieht nicht ganz so schön aus, daher die 
wunderschönen Plastikblumen, die ich als Deko mitgebracht hab, hihi)
     
 Und Daniel freute sich am Frühstück schon sehr
auf die ERDNUSSBUTTER!
 Ja, das sieht aus wie auf einer Freizeit,
ist aber so bei uns für das nächste halbe Jahr:
Das gemeinsame Essen. Manchmal ein Tick laut,
aber sonst ganz nett und bis jetzt sehr lecker.
 Manche suchen sich schon ihre “ruhigen” Ecken
um zu telefonieren…
 Wir wohnen eigentlich ziemlich in der Stadt, 
in der Nähe vom High Park. Wir brauchen 20 Minuten 
mit der Straßenbahn zum Downtown.
Und 5 Minuten zum Lake Ontario. 
Hier ein Bild der Nachbarschaft.
 Häuser wie bei “King of queens”….

Und haben eine kleine Führung von Rita bekommen.
 Wir sind mal kurz zum Ontario Lake gelaufen. 
Dafür muss man über die Autobahn.
 Stellt euch das mal bei gutem Wetter vor!!!

 Vielleicht unsere Stamm-Bank in den nächsten Monaten?
 Fast alle ITA-Mädels

 Im High Park gab es einen suuupercoolen Spielplatz,
da wären wir am liebsten alle nochmal 10 Jahre alt…

 Auf dem Rückweg sind wir dann durch Straßen
gelaufen, die uns alle an “Kevin allein zu Haus” erinnert haben.

 Und hier noch ein paar Dämmerungs-Impressionen:

 Danke für eure Gebete und Unterstützung!
Einige wissen ja, dass ich (Bea) viel Angst hatte, wie das alles so wird mit in einer Gruppe fliegen,
das Haus, usw. Ich muss sagen, es ist bis jetzt alles echt super gut gelaufen und das Haus nicht so klein wie befürchtet. Übrigens haben sich die Unklarheiten mit dem Kochen auch geklärt und wir haben uns untereinander und mit den Hauseltern gut geeinigt.
Trotzdem dürft ihr auch dafür weiterbeten, dass ich mich an dieses ganze Zusammensein gewöhne. Wenn die vielen Leute auf engem Raum sind, essen, reden, Ausflüge usw. ist das alles echt schön, aber für meine Ohren und meinem Gemüt auch manchmal zu viel. Einzeln mag ich alle sehr und auch Kleingruppen sind kein Problem. Nur wenn alle zusammen sind und man sich unterhalten möchte, ist der Lärmpegel eben oft sehr hoch. Ich mag den Rückzug und brauche das auch noch ein bisschen mehr wie andere in der Gruppe. Aber auch das wird respektiert.
So, bald gibts den neuen Eintrag!
Bis denne,
eure Köhlers

Lernen, lernen, popernen!

Hallo liebe Blogleser,

weil ich von mehreren Seiten gehört habe, dass man ja gar nichts mehr von mir hört, wollt ich doch mal eben ein Lebenszeichen von mir geben. 
Was mich grade so als frisch gebackener Student bewegt:
Seit fast 2 Monaten bin ich jetzt Student an der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) in Liebenzell. Dass man sich als angehender Theologe auch mit der Bibel beschäftigt, kann man sich ja vorstellen. Was man sich nicht vorstellen kann ist, dass man voll was verpasst, wenn man die Bibel nicht liest.
Zu Beginn des Studiums bekamen wir die Aufgabe, bis zum Ende des Jahres das Alte Testament (AT) durchzulesen. Um zu wissen, wie viel ich täglich zu lesen habe (um rechtzeitig zu Heilig Abend fertig zu werden) musste ich erstmal wissen, wie viele Kapitel das AT hat. Nach viel Gezähle und ein bisschen Dreisatz ergab sich, dass ich täglich 10 Kapitel lesen muss…
Als Jugendlicher bin ich ja schon in eine Ev. Landeskirchliche Gemeinschaft gegangen. Damals haben mich die hochmotivierten Theologie-Praktikanten schon beeindruckt, da sie uns immer davon erzählten, wie geil es ist, mit Jesus unterwegs zu sein und in der Bibel zu lesen. Als Jugendlicher denkt man sich dann “Na klar, super Leben, was weiß der schon von Spaß!”
Umso erschreckender ist für mich jetzt der Gedanke, dass die Kerle damals recht hatten. 
Musste ich denn wirklich erst an den A*** der Welt ziehen, meinen unbefristeten Job kündigen, um die Bibel wieder ernst zu nehmen? Wenn man dieses alte Buch erstmal öffnet und Kapitel am Stück ließt, checkt man Zusammenhänge, die man noch nicht kannte. Und leider merkt man auch, was man die ganze Zeit nicht hatte und vielleicht auch nichtmal vermisst hat. 
Die Bibel ist das Wort Gottes. Es ist ein Privileg, dass wir die Möglichkeit haben, darin zu lesen. Der, der Himmel und Erde erschaffen hat, hat ein Masterplan für die Welt und was sich inhaltlich wie ein roter Faden durchzieht, ist, dass dieser Gott eine Beziehung zum einzelnen Menschen haben will. Deshalb ist Jesus gestorben. Auch wenn ich vom Lesen her noch nicht bei Jesus angekommen bin. :-) 
Manche Sachen kapiert man erst, wenn man sie erlebt hat… Ich bin zwar schon ewig Christ, aber die Bibel, ihren Inhalt und Wert bin ich grade erst richtig am entdecken.
Seine Lieblingsmusik laut aufzudrehn, geht voll ab. Arbeiten kann echt Spaß machen. Vor allem, wenn man coole Kollegen hat, ist das SUPER. Mit Freunden oder Arbeitskollegen abzugehn und zu feiern ist geil. Aber wenn man erkennt, dass der Gott, den die Bibel beschreibt, eine Beziehung mit dir will, ziehts dir echt die Socken aus!!!
Keine Angst ich bin immernoch der Gleiche. Wenn ich mir die oberen Zeilen durchlese, denk ich genau so wir ihr, dass das ganz schön abgedreht klingt. Aber ich kanns nicht anders beschreiben.
Dass wir diesen Schritt gewagt haben, heißt auch nicht, dass man erst Theologie studieren muss, um die Bibel zu erkennen.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal wirklich Zeit zu nehmen, in der Bibel zu lesen, sich mal darauf einzulassen und nicht gleich mit einer voreingenommenen Haltung dran zu gehen. 
Wer mit den Inhalten Schwierigkeiten hat, dem empfehle ich einfach mal den Römerbrief zu starten, da er vieles gut zusammenfasst. Um sich nicht ganz so mit geschwollenen Worten oder alter Sprache zu beschäftigen, gibt es Bibeln in neuerem Deutsch, wie z.B. die “Hoffnung für Alle”.
Mach´s doch einfach mal.
Jetzt habt ihr mal so einen kleinen Eindruck bekommen, womit ich mich grad beschäftige. Das Bibellesen ist aber eigentlich nur eine Nebenaufgabe. Was wir in den Vorlesungen lernen, erzähle ich euch ein andres Mal.
Bleibt fresh,
Daniel.

Zeit der Trauer

Wie ihr ja wisst, sind wir mittlerweile umgezogen. 
Die Woche nach der Entbindung war sehr stressig, aber das erzähle ich ein andermal. Wir sind froh, dass unser Pastor Gieselher Samen sich bereit erklärt hat, eine Abschiedsfeier für unsere kleine Immanuela zu gestalten. Wir luden die engsten Verwandte, Freunde und Kollegen ein und trauerten gemeinsam an diesem Abend. Wir hörten und sangen ein paar Lieder, Gieselher hielt eine Andacht und danach gingen wir mit denen, die wollten, noch in ein Café. 
Es war für uns ein sehr wichtiges Ereignis. Auch wenn wir sie nicht beerdigt oder lebendig erlebt haben, wollten wir sie trotzdem als richtigen Menschen verabschieden und gedenken.

Como sabrán, ya nos hemos mudado. La semana después del parto ha sido muy estresante, pero de eso les cuento otro día. Estamos muy agradecidos, que nuestro Pastor nos ayudó a hacer  una fiesta de despedida para nuestra pequenia Immanuela.  Invitamos a nuestros parientes, amigos y colegas y  juntos nos despedimos de ella. Escuchamos canciones, el pastor predicó y después nos fuimos a un café con los que querían. Este evento, esta despedida fue tremendamente importante para nosotros. Aunque no hemos hecho un funeral o no la vimos viva, igual queríamos tratarla como un ser humano y despedirnos y acordarnos de ella adecuadamente.
Wie gehen wir mit der Trauer um? 
Zum Teil seht ihr das ja. Mir war es von Anfang an wichtig, die Trauer und Gefühle nicht zu verstecken und euch davon zu berichten. Wir sind ja sonst auch sehr offen Menschen, vor allem wenn es uns gut geht. Wieso nicht, wenn es uns schlecht geht?
Ich will dazu sagen, dass es typsache ist, wie man als Trauernde mit dem Thema umgeht. Es ist nicht “richtiger” es zu verschweigen oder ein Buch darüber zu schreiben. Es ist einfach ganz individuell. Ich denke, Trauer hat in unserer Gesellschaft so wenig Platz und Anerkennung, dass viele damit ein Problem haben und auch nicht wissen, wie man damit umgehen soll oder wie sie trauern sollen. Bisher hatte ich selbst auch noch nie eine richtige Trauerphase erlebt. Und es kann auch sein, dass meine nächste Trauer ganz, ganz anders sein wird.
Qué hacemos con nuestro duelo?
Bueno, de hecho lo estan viendo, no? Desde el principio he querido mostrar mi duelo y mis sentimientos y contarles de esto. Porque en los otros días, cuando estamos bien, también decimos y quizas celebramos que nos va bien.  Y por que no hacer lo mismo cuando estamos mal?
Quiero decir tambien, que es cosa de cada uno, como enfrentar a una pérdida así. No todos somos iguales y está mal decir, que es mejor publicar un libro sobre el tema que no contarle a nadie. Es una cosa muy individual. Pienso que en nuestra sociedad el duelo no tiene  mucho reconocimiento y espacio. Hasta ahora tampoco he experimentado un duelo tan grande.  
Y también puede ser que la próxima vez me exprese totalmente diferente y no le diga a nadie.

Jetzt ist es so, dass wir unserer Trauer den Platz geben, den sie braucht. Wir haben in unserem Zimmer einen kleinen Nachttisch als Gedenkecke eingerichtet. Wir sprechen mehrmals am Tag darüber und weinen mal mehr, mal weniger. Davon zu erzählen ist einfach geworden. 
En el momento es así que queremos darle espacio a nuestro duelo,
lo necesario posible. Y por eso hemos decorado una mesita con cosas, que nos acuerdan de ella.
Queremos darle este espacio, para hablar y llorar sobre lo que pasó. 
Hablar sobre todo esto se nos ha hecho mas facil.
Wir haben auch gemerkt, dass wir es fast als zwei ganz unterschiedliche Dinge sehen, wenn wir von der Situation an sich sprechen und von unserer Tochter. Von der Situation erzählen ist einfach. Wie ist das passiert, wie geht es euch, wie war es im Krankenhaus. Diese Fragen sind einfach zu beantworten. Wir finden es im Nachhinein trotzdem noch schlimm, aber können mit einem Lächeln im Gesicht darüber reden, ohne mit dem Gesichtsausdruck zu lügen. Aber wenn es um unsere kleine Tochter geht, um den Mensch, um den Moment, sie gesehen zu haben, um die Vorstellung, wie sie so wäre in ein paar Jahren. Um die Gesichtsausdrücke, die uns ähnelten:
all das ist die eigentliche Trauer. 
Tambien notamos que, para nosotros son casi dos cosas diferentes de 
hablar sobre la situación en sí o hablar sobre nuestra hija. Hablar sobre lo que pasó es fácil. 
Como pasó, como nos va, como fue en el hospital. Estas preguntas 
son fáciles de responder. Claro que todavía lo encontramos muy trágico, 
pero hasta podemos contarlo sonriendo, sin que esto sea una mascara! 
Pero cuando se trata de nuestra hija, de este ser humano, 
sobre el momento cuando la vimos, sobre  el futuro en el 
que no la veremos, sobre la semejanza que tenía con nosotros, 
ahí es cuando nos cuesta, cuando nos duele, pero cuando nos gusta contar sobre ella.  
ese es el verdadero duelo.
Leider hat sie keiner von euch gesehen, das kann ich nur mit Daniel teilen. Das ist auch schön. Aber es ist so schade, dass ihr alle sie gar nicht kennen gelernt habt! Wir hätten ihr so gerne all diese Menschen, die uns in unserem Leben so wichtig geworden sind, vorgestellt. Ihr hättet alle im Januar ein Bild bekommen und euch mit uns um unsere Tochter gefreut. Und das fällt jetzt weg. Und das ist einfach so schade. Sie ging und keiner hat sie kennen gelernt. Sie ist Teil unserer Familie geworden und hat uns verlassen. 

Lamentablemente nadie de ustedes la ha podido ver, ésto solo lo puedo compartir con Daniel. 
 Y eso es bonito. Pero es tan triste, que todos ustedes no la conocerán! Que ganas
teníamos de presentarle a todas esta gente que es tan importante para nuestras vidas!
En enero habrían recibido una foto de ella y se habrían alegrado con nosotros. 
Y todo eso ya no pasará. Y eso es lo que es tan triste. 
Se fué y nadie la conoció. Ella es parte de  nuestra familia y nos dejó.
Ich möchte die Zeit jetzt intensiv dazu nutzen, mich noch ein bisschen länger mit dem Thema zu beschäftigen. Ich habe hier die Zeit und Möglichkeit dazu und sehe es als Geschenk, jetzt nicht arbeiten zu müssen. Ich lese Bücher, höre mir Lieder im Internet an und denke nach. Keine Angst, ich bin nicht versunken in dieser Trauer. Manchmal gibt es Tage, wo dazu gar keine Zeit ist. Hier ist immer viel los mit den ganzen Studenten. Also das normale Leben geht trotzdem weiter und das ist auch gut so.
Ahora quiero usar el tiempo intensivamente para pensar un poco mas sobre el tema. 
Acá tengo la posibilidad y el tiempo de hacerlo y lo veo como un regalo, 
que no tengo que trabajar en el momento. Leo libros, escucho canciones y
 pienso sobre lo sucedido. Pero no se asusten, tampoco es que me estoy 
hundiendo en esta situación. Tambien hay dias aca, en que no tengo tiempo. Acá hay muchos estudiantes y siempre gente visitandonos y cosas que hacer. La vida sigue y eso es bueno.

Im Krankenhaus haben wir gemerkt, wie intensiv diese Zeit ist. Wie gut diese Zeit ist für unsere Beziehung. Wir sind ein ganzes Stück enger zusammengerückt. Diese Situation und Trauer zu erleben ist etwas so intimes, so etwas wertvolles, ich bin froh, sie mit Daniel erleben zu können. Unsere Beziehung ist jetzt um einiges ausgebaut. Das hätten wir vorher selbst nicht für möglich gehalten. Ich spüre, wie gut es ist, zusammen auf diesen festen Fels gebaut zu haben, von dem die Bibel erzählt. Ich habe im Juni auf den Konfitagen eine Andacht zu dem Thema gehalten und bin erstaunt, wie mir diese eigene Andacht im Nachhinein ein reales, echtes Gleichnis für mein Leben geworden ist. Ich habe erzählt, dass wenn Stürme kommen im Leben, aber man sein Leben auf Gott baut, dem feststehenden Fels, dann ist das das beste Fundament, was man haben kann.
Wir haben unser Haus zusammen auf diesem Fels und nicht auf Sand gebaut. Wir haben gemeinsam unser Leben in Gottes Hand gelegt. Und dürfen jetzt erleben, wie dieser Fels hält, wie wir uns an diesen Gott klammern dürfen und getragen werden.
En el hospital experimentamos lo valioso que fue este tiempo tan intensivo. 
Fue muy bueno para nuestra relación. Sentimos que nos hemos acercado mas. 
Experimentar esta situación juntos es algo tan íntimo y valioso que estoy 
muy alegre de compartirla con  Daniel. 
Nuestra relación ahora es mas profunda, no lo habriamos imaginado jamás. 
Noto lo bueno que es , que hemos armado nuestra casa sobre esta roca juntos. 
En junio  hice un devocional para jovenes sobre este tema y estoy  
sorprendida de cuán verdadera es esta imagen que Jesús nos 
da sobre la vida. Hablé sobre esta roca, que cuando viene una tormenta, 
pero armamos nuestras vidas sobre Dios, esta roca firme, nada nos puede destruir. 
Es el mejor fundamento que uno puede tener. Hemos armado nuestra casa 
sobre esta roca y no sobre arena. Juntos hemos puesto nuestras vidas en manos de Dios. 
Y ahora podemos experimentar   cómo esta roca nos sustiene. 
Podemos  aferrarnos de Dios y sentir su sustento.

Grüße / Saludos,
Bea
PD: Disculpen mi castellano está pésimo.
PD2: Puedo volver a tener hijos, si Dios quiere. Solo que tendré que someterme a una operación donde me hacen un cerclaje. Y oviamente no tengo la garantía de que todo salga bien. Pero sí tenemos la posibilidad.

Neue Etappe!

Vorbei ist die Zeit in Gießen, d.h. 3 stressige Wochen haben wir noch vor uns, dann geht´s in den Schwarzwald nach Bad Liebenzell, wo Daniel ab September Interkulturelle Theologie studieren wird.
Ausserdem gehen wir nicht alleine, sondern freuen uns riesig darauf, dass wir unser noch nicht ganz ausgereiftes 5-Monate-Baby mitnehmen, das ihr im Januar bei erfolgreicher Fertigstellung alle bestaunen könnt. Aber die meisten von euch werden dies wohl erstmal nur per Netz machen können, da es im 2. Semester für uns nach Toronto, Canada geht.

Das heißt wir sind im Moment mit der Wohnungsauflösung -und was damit zusammenhängt- beschäftigt.
Die Zeit hier war sehr schön und wichtig und wir gehen zwiegespalten in diese neue Etappe, auf die wir uns auch schon sehr freuen.

Wir werden an Giessen vermissen:
– na klar, die Freunde!!!
– unsere Gemeinde
– unsere zentrale Lage in der Innenstadt
– das Dönerdreieck
– das Alt Giessen
– die spannenden und heißen Verfolgungsjägde am Marktplatz
– die Schwätzer und das Elefantenklo als Treffpunkt
– spontan klingelnde Freunde an unserer Tür
– Risiko spielen mit den üblichen Gegnern
– unsere Arbeitsstellen und die Menschen, die damit zu tun haben
– den hessischen Dialekt
– die nahen Verwandten
– “OLAI” und weitere Giessentypische Ausdrücke
– die Clubs/Restaurants/Kneipen
– die vielen Studenten
– die GROßSTADT!!!! 😀
– die Nähe zur Autobahn

Was wir nicht vermissen werden:
– die grölenden und feiernden Menschen nachts am Marktplatz !!!

Also liebe Grüße, bleibt dran, bald berichten wir aus dem tiefen, tiefen Schwarzwald….

eure Köhlers