Titicaca

Unsere Reise begab sich nach dem Machu Picchu zum Titicacasee, in die Stadt Puno.
Dort unternahmen wir einen kurzen Ausflug auf die schwimmenden Inseln der “Uros” (Islas Flotantes). Es war unglaublich. Dieses Volk der Uros baut schon seit ca. 400 Jahren seine eigenen Inseln aus Schilf (Totora) und Erde, die dann einfach im Titicacasee schwimmen wie grosse Torten.

Dies ist eine der vielen Inseln.
Sie pendeln auch zwischen den Inseln auf
ihren Booten umher, und gehen ein Mal die
Woche in die Stadt auf den Markt. Ansonsten
sind sie eigentlich ein eigenstaendiges Voelkchen.
Sie schlafen unter Schilfdaechern und
auf Schilfbetten. Ein ehemaliger Praesident
schenkte ihnen Strom durch Solarzellen.
Die Inseln bestehen nur aus Erde
und gestapeltem Schilf, das sich unten alles
langsam wieder abbaut. Deswegen muessen
sie ab und zu neues Schilf drauflegen.
Der ganze Boden der Insel ist also weich und federnd.
Das ist der Praesident dieser einen Insel,
und er hat uns erklaert, wie diese Inseln
konstruiert wurden. Ihr seht den Erdblock,
der nach ca. einem Jahr Verarbeitung geeignet
und fest genug ist. Darauf kommt das Schilf.
Die Erde verrottet dann langsam, daher muss immer
Neues draufgebaut werden.
Es ist wie eine andere Welt.
Leider sind die Inseln schon etwas touristisch geworden,
daher verkaufen die Frauen ganz teuer ihre Handwerksachen.
Sie singen aber auch Lieder vor in verschiedenen
einheimischen Sprachen wie Quechua und Aymara.
(siehe Video unten)
Auf dem Boot.
Das war der Sonnenaufgang in Puno.
Und die Fahrt nach Bolivien.
Das ist Copacabana in Bolivien,
an der Grenze zu Peru (nicht das vom Lied).
Die Grenze war total
verschlafen und ein Mitarbeiter
an der Grenze hatte sogar ne Fahne…
“Daniel Buergermeister” steht hier.
Daniel als Buergermeister von Copacabana…
hoert sich gut an, er hat aber abgelehnt, keine Zeit – Sorry!
Copacabana auf dem Weg zur Hauptstadt La Paz.
Hier noch ein Song fuer euch:

Unfreiwilligerweise sind wir jetzt doch eine Nacht und einen

Tag in La Paz. Heute Abend fahren wir nach Potosi.

Liebe Gruesse,

eure Carboneros.

Machu und Wayna Picchu

So, hallo!
Wir haben es tatsaechlich geschafft! Wir waren auf dem Machu Picchu und es war einer der schoensten Tage unseres Lebens! Wir sind einfach total platt von dieser herrlichen Landschaft!
Der Zweck dieser Inkastadt ist bis heute umstritten, manche meinen, es war ein Altersheim, eine “Uni”, oder eine Vorbereitungsstadt fuer die zukuenftigen Frauen der Herrscher. Die Stadt konnte wohl bis an die 1000 Menschen beherbergen.
Die Stadt wurde 1911 von Hiram Bingham wiederentdeckt. Ein Junge fuehrte ihn dort hin. Er war eigentlich auf der Suche nach dem letzten Inkadorf bei Vilcabamba, und dachte, er habe es in Machu Picchu gefunden.
Wenn man dort ist, stellt man sich auch die Frage “Warum denn hier!?”. Die Konstruktion der Stadt ist einfach umwerfend gut durchdacht. Sie erfanden Terrassen und Haeuser mit schraegen Daechern, hatten ein Bewasserungssystem, Astrnonomiezentrum, Tempel, Marktplatz, Sonnenuhr, usw.
Machu Picchu ist nur mit einem Zug von Cuzco nach Aguas Calientes zu erreichen, dann nimmt man einen Bus und pendelt nach oben. Das macht das ganze etwas unzugaenglich, da der Zug oft schon lang im voraus ausgebucht ist. Viele machen auch den Inkatrail, einen ehemaligen Inkaweg bewandern, der 4 Tage dauert.

Die Landschaft.

Beweisfoto.
Ja, das Bild ist extra so!
koennt ihr das Gesicht erkennen?
Eine Koka-pflanze. Koka allein ist uebrigens
noch keine Droge. Man kaut hier die Blaetter,
um besser auf der Hoehe zurechtzukommen.
Da die so bitter schmecken, gibt es auch
Touristenfreundliche Kokabonbons, die
wir ab und zu lutschen.
Das hier ist der Huayna (wayna) Picchu.
Er ist 2700m. hoch und ist die “Nase” des Gesichts,
das ihr auf dem Bild oben seht. Dort kann man rauf,
ist allerdings nbegrenzt auf 400 Leute am Tag.
Daniel war die 197 und ich die 195. Haben es also
geschafft, hochzuklettern. Ist extrem steil, ohne Gelaender,
man sollte nur auf die Stufen gucken.



Die Sicht vom Wayna Picchu ist spektakulaer.
Man sieht die Inkastadt quasi von oben
(das Graue da hinten)

Man klettert oben durch eine Hoehle,
wo man nur auf allen Vieren durchpasst.
DAS ist der Gipfel des Wayna Picchu.
Eigentlich ein Steinehaufen auf dem Berg.
Links und rechts von Daniel gehts steil bergab.


Runter war schlimmer als hoch, weil
man nach unten guckt…

Hinten seht ihr die Strassen,
die der Bus zum Machu Picchu hochfaehrt.
Man kann auch laufen.
Wir sind eine Abkuerzung runtergelaufen.




Und zuletzt noch ein Video, da Fotos 1000 Worte sprechen,
aber Videos den Eindruck ein bisschen mehr wiedergeben koennen..

Liebe Gruesse!
Daniel & Bea

Cuzco

Hallo liebe Leser/-innen,

nach der hoffentlich längsten Busfahrt unseres Roadtrips (32 Stunden!!!) sind wir in Cuzco angekommen. Hier wurden wir herzlich von 5 – 10 Hostelmitarbeitern umworben, die alle nur eins wollten: Unser Geld …bzw. uns bewirten. Das war ganz praktisch, da wir um 23:30 erst Cuzco erreichten und sie uns direkt am Busbahnhof kostenlos zum Hostel kutschierten. Nachdem wir feststellen mussten, dass Cuzco bzw. MachuPicchu sowas von überfüllt und teuer ist, haben wir unsere Reisepläne ein bischen geändert um auch noch mit auf den MachuPicchu zu kommen, das ging frühestens heute anstatt vorgestern, aber da hatten wir wohl auch Glück, weil man so Touren Monate im voraus buchen muss. Nach MachuPicchu kommt man nämlich nicht einfach so, nein, nein, abgeschnitten vom Rest der Welt führt dort bis jetzt nur eine Zugstrecke hin, und dieser Zug hat sogar Luxusabteile für an die 300 Euro pro Einzelfahrt… Wer also mal vorhatte, MachuPicchu zu besuchen, sollte es so früh wie möglich machen, da es wohl nicht billiger werden wird…

Das hier war bei Arequipa. Ja, wir sind total einen Umweg gefahren.

Kein Wunder, dass es 32 Stunden Fahrt waren… Wir sind quasi

von einem Viereck drei Seiten gefahren anstatt die Eine.


Wenigstens war die Fahrt schön.
Und dafür wurden wir auch belohnt.

Cuzco ist wunderschön!

Ist ein echt süßes Städtchen, voll mit Kultur, Lamas und Touristen.Viele kleine Gassen, Treppchen, Kirchen, Gemäuer, einfach herrlich.












Wir haben sogar eine kleine Reittour gemacht.

Wobei 3 der Pferde zahm waren, und Daniel ein wildes erwischt hat.

Anfangs hat das auch Spaß gemacht, war ja das Schnellste.

Doch als Daniel Bea den Rucksack reichen wollte,

tickte das Pferd aus und rannte los. Das wär ja noch nicht

so schlimm gewesen, wenn der Sattel richtig gesessen hätte…

So galoppierte er quasi freihändig umher, wie beim Rodeo.

Und wie es meistens beim Rodeo kommt, ist auch er heruntergeplumst.

Das Pferd tobte noch umher, Daniel rollte zur Seite.

Mit einem schmerzenden Andenken an der Hüfte kam er davon.

Das war davor:

Jetzt ein paar Cusquenios…










Lama-baby, 2 Wochen alt (rechts!).








Wir werden also heut abend losfahren, am Dorf dort übernachten (Aguas Calientes), um 4 Uhr morgens zum Machu Picchu hochlaufen um welche der Ersten zu sein und werden Abends nach Cuzco zurückkommen, von dort aus nehmen wir direkt den Nachtbus nach Puno, am Titicacasee. Wir haben schliesslich keine Zeit zu verlieren!

Lima

Sooo… Da sind wir, in Lima, bei Beas Tante.
Das hier ist der Blick aus dem Fenster, bzw. war er gestern.
Lima ist bis jetzt die einzige Stadt, die nach Cali, Quito und Guayaquil so groß ist wie Bogotá (8 Mill Einwohner) und kein geregeltes Verkehrssystem hat, wie Transmilenio, Mio, Metrobus oder wie die überall so heißen. Das heißt, es ist ein Stückchen chaotischer, bunter und unordentlicher. Der Kultureinfluss der Chinesen ist hier sehr eindeutig zu sehen und zu schmecken.
Lima ist schöner als wir dachten, es hat noch ein schönes Stück Altstadt im Kolonialstil, und einen schönen, langen Strand. Leider ist es aber immer bewölkt…




Beas Tante & Bea.
Daniel & die 2 Peruaner aus dem Missionsteam,
die wir in Kolumbien auf dem Einsatz
kennengelernt haben.
Hier haben wir uns folgendermaßen beschäftigt:

Und haben lecker gegessen…
In einem Restaurant, wo die Bedienung auf
dem Tresen tanzen muss…
Danach haben wir noch das riiiiiesiiiiige
CVJM/ACJ/YMCA kennengelernt!
Morgen Abend fahren wir so ca. 18 Stunden
lang mit dem Bus, um den Machu Picchu
zu besuchen. Danach geht´s zum Titicaca-see.

Macht´s gut und bleibt dran,
jetzt fängt´s an, richtig gut zu werden!
Daniel & Bea

Perú: Trujillo, Huacas y Chan-Chan

Wir sind so gut wie gesund und seit ein paar Tagen in Perú. Zuerst in Trujillo, im Norden, wo wir verschiedene Lehm-pyramiden angeschaut haben (Huaca del Sol y la Luna) und die Lehmziegelstadt Chan-Chan aus dem präkolumbischen Chimu-Reich. Damals beherbergte die Stadt an die 60.000 Menschen. Die Überreste sind beeindruckend.
Das hier ist Trujillo, eine große und schöne Stadt. Leider war das Wetter nicht so schön. Eigentlich ist es bewölkt, wohin wir auch kommen in Peru. Nach dem warmen Kolumbien ist man Kälte gar nicht mehr gewohnt… Fahren halt durch den Winter, hier auf der Südhalbkugel…

Huaca de la Luna (unter dem Berg)

Huaca del Sol.
Diese Lehmpyramiden wurden auch schon
total ausgeplündert im Laufe der Geschichte
von Schatzsuchern. Archäologen versuchen gerade,
die Dinge wiederherzustellen.Kunst


Auf den Spuren von Indiana Jones! …sehr beliebt ist hier die “Inca Kola”









LG.