Pucón, Villarrica & Caburgua

Eine Stunde entfernt von Temuco ist eine
der größten Touristenregionen Chiles: Pucón & drumrum.
Das hier ist der See Villarrica und der Vulkan Villarrica (2.847m),
einer der aktivsten Vulkane Südamerikas, brodelt immer vor sich hin,
manchmal mit einer sichtbaren Wolke.
Das ist Pucón. Ein Touri-Städtchen mit vielen Touri-Angeboten,
wie Vulkanbesteigung, Kayak, Reiten, Fahrrad, Höhlen, usw.
 Hier eine Vulkan-Ampel. Wenn sie auf Rot steht, darf
man nicht auf den Vulkan fahren.
 In Pucon haben wir dann mit ein paar Freunden gegessen
und sind dann zusammen campen gegangen.

 Feuerwehr: die Helden!
 Das sind die “Ojos del Caburgua” (Augen des Caburgua).
Caburgua ist ein herrlicher See, und dies sind die Quellen
des Sees, die man besuchen kann. Sie sind eiskalt.
 Wurzeln dienen als Stufen.
 die blaue Lagune 
 Und dann mussten wir uns alle ins Auto quetschen!
3 im Kofferraum…
 Das war ein Spaß!
 Dies ist der Caburgua. Ja, Ferienzeit, wie man sieht!

 Wir haben auch spontan dort übernachtet.
Das ist eine Nachtaufnahme!
 Der Feuermann.
 Wasser direkt in den Tassen zum kochen bringen.
Toll!
 Hmm… Avocado!
Wird hier einfach aufs Brot geschmiert.
In Chile isst man SEHR viele Avocados!
Und sie sind ja auch bei uns in den Supermärkten
erhältlich. Die besten sind ja die verschumpelten,
schwarzen Avocados aus Chile (Marke “Hass”)
Probiert´s mal aus: Eine weichere Avocado kaufen 
(oder eine Woche in Zeitungspapier einwickeln und warten),
aufs Brot schmieren, eine prise Salz et voilá!
 Villarrica
 Seht ihr den Llaima im Hintergrund?
Das ist der aktive Vulkan (3.125m), der auch vor ein paar Jahren (2008)
ausgebrochen ist (aber jetzt nicht der Mega-ausbruch vom “Chaitén”).
Auf diesem Vulkan waren wir mit der Klasse jedes Jahr
Ski fahren. Manche Klassen mussten ihre Klasenfahrt
ausfallen lassen, wenn er wieder zu aktiv war.
 Und nochmal zum genau hinschauen:
Der rauchende Vulkan Villarrica.
Bis bald!

Heimfahrt

Nach Montevideo beschlossen wir, doch wieder
zurück in´s Camp nach Paysandú zu fahren, da
Daniel schon seit einiger Zeit Fieber hatte und
wir irgendwie bock hatten, zu chillen. 
Also fuhren wir -statt nach Punta del Diablo und evtl.
Brasilien- zurück ans westliche Uruguay.
 Das Camp ist das jährliche Treffen der Missionare
der Gospel Mission of South America, das abwechselnd
in Chile und Uruguay stattfindet. Es gibt dann
Berichte, Predigten, Bibelarbeiten, Spiele, usw.
 Und.. frische Pizza!
 … aus dem Steinofen!
Geholfen haben dort lauter Ehrenamtliche der Gemeinde
in Paysandú, viele Jugendliche, die gekocht haben 
und abgespült. Sehr nett!
 Leute wiedergetroffen…
Und nach ein paar Tagen ging´s zurück.
Dies ist die Brücke von Uruguay nach Argentinien.
Haha, von wegen “Willkommen”.
Nach all den blöden Erfahrungen mit den
argentinischen Polizeikontrollen kann man darüber
nur schmunzeln. Also gegenüber den Nachbarländern
sind sie wirklich sehr, sehr unfreundlich.
 Darf ich vorstellen?
Der Mate-Automat. 
Ok, man kriegt dort nur heißes Wasser für seine Mate-kanne.
Die füllen die Argentinier nämlich immer überall kostenlos auf:
In Restaurants, an der Tankstelle, etc. 
Aber hier kostet aber ein bisschen was.
So… nach vielen Polizeikontrollen, doofen Straßen und
einer megalangweiligen Landschaft,
kamen wir wieder in die Nähe der Anden,
wo es wieder interessanter wurde.
 Beim überqueren der Anden fährt man hier durch.
 Zwischendurch ewige Staus wegen den Polizeikontrollen…
 Nach einer weiteren sehr langen und unbeschreiblich
unlogischen Papierkramgeschichte an der Grenze nach 
Chile (uns fehlte noch ein Zettel mit 7 Stempeln),
waren wir endlich zurück. In unserem geliebten
C H I L E

 Ooooh.. was haben wir sie vermisst..
die chilenische Autobahn!
Bis bald!

Montevideo

Dann sind wir weitergefahren zur Hauptstadt Uruguays, Montevideo.
Die Fahrt war nicht sehr aufregend. Landschaftlich sind wir wohl von Chile verwöhnt…
Montevideo hat 1,4 Millionen Einwohner, also für eine 
südamerikanische Hauptstadt ziemlich wenig.
Aber okay, Uruguay hat ja nur 3,5 Millionen Einwohner…

Witzig ist, dass Uruguayer am 29. Tag des Monats 
ihren Gnocchi-Tag haben (sie schreiben es “ñoqui”).
Warum?
Ganz einfach. Weil in der Wirtschaftskrise die Menschen
am 30. ihr Gehalt bekamen und am 29. nur noch das aßen,
was irgendwie da war: also haben sie Gnocchis gemacht und gegessen.
Daher wird heute traditionell in vielen Restaurants am 29. billig
Gnocchis angeboten. Hamma wieder was gelernt!
(s.u. überm Auto)
Hier ein paar Eindrücke von der total leblosen Stadt
(vielleicht lag es an der Siesta-Uhrzeit?)

Eine leere Promenade in der Hauptstadt. 
Ein sehr rares Bild in Südamerika, 
wo doch die Menschen die Menschenmassen so lieben…
Wo waren nur die ganzen Montevideaner oder wie sie heißen?
Auf jeden Fall waren ein paar witzige Ecken in der Stadt
Und wir haben gelernt, dass diese Mate-becher aus Kalebasse (Kürbis) sind.

Plaza de la Independencia

Einer der vielen Matetrinker (wirklich VIELE).
Man erkennt sie an der Thermoskanne unterm Arm
und dem Matebecher in der anderen Hand.
Total unpraktisch. Oder?

Nationalheld Artigas.
Fragt mich jetzt nicht was er gemacht hat.
Aber er hat bestimmt Uruguay von den Spaniern befreit.
Oha! Da haben wir ja… MENSCHEN!?
Achsoo das ist die Touri-Straße…
Oh… echte Uruguayer… am chillen.

Und dann ging´s wieder zurück nach Paysandú.
Im nächsten Blogientrag:
Das Camp in Paysandú und unsere Heimfahrt nach Chile über… oh weh: Argentinien.
Muchos saludos!
Bea & Daniel

Colonia del Sacramento

Nach den Iguazu-Wasserfällen hieß es für uns: Zack zack nach Paysandú (Uruguay), 
zu einer Konferenz meiner Eltern (weswegen wir überhaupt auf die Idee kamen, den “kleinen” Umweg über die Wasserfälle zu machen.
Nach einer weiteren todlangweiligen Fahrt durch Argentinien – OK, geprägt mit der ständigen Angst, wegen irgend etwas Strafe zahlen zu müssen – kamen wir in Uruguay an.
Der uruguayische Grenzbeamte war der netteste, von allen denen wir auf der ganzen Fahrt begegnet sind.
Uruguay begrüßte uns mit einem netten Sonnenuntergang.

 Der Strand in Paysandú (am Fluß Uruguay)
 Paysandú liegt direkt an der Grenze zu Argentinien.
Die Grenze ist der Fluß Uruguay und die Brücke
geht nach Argentinien.
Dann beschlossen wir nach Colonia del Sacramento 
zu fahren, einem ehemaligen kleinen
Schmugglerhafenstädtchen am Río de la Plata (spanisch für Silberfluss), 
der 290 km lang und bis zu 220 km breite Mündungstrichter.
 Dort haben wir “Milanesa completa” gegessen.
Also einfach alles. Zusammen. Aufeinander geschichtet.
Käse, Schnitzel, Schinken, Käse, Eier. Und Pommes.
Ja, war nicht schlecht.
 Eigentlich wollte ich den Käfer fotografieren.
Aber die linke Hälfte des Bildes ist doch auch sehr interessant.
Und zwar hängt man oft den Müll an die Bäume, damit
Hunde nicht darin herum wühlen und eine Sauerei hinterlassen.
 Das könnten wir Deutschen uns mal abgucken.
Einfach nur dasitzen und Mate trinken oder einfach
mal gar nichts machen. Einfach…. chillen!
 Ein Paradies für alte Schönheiten ist Uruguay schon…

So und jetzt ein paar weitere Eindrücke von dem süßen Städtchen.

 Ja, das war schon ein sehr blöder Zeitpunkt herumzureisen.
Alle Touris stehen sich nur im Weg herum……….

Also wären die vielen Touris und die extreme Hitze nicht, 
wäre es dort wirklich sehr hübsch und angenehm… =)
Seid gegrüßt!

Wasserfälle Iguazú – argentinische Seite

Hier der Blog zu der argentinischen Seite der Wasserfälle.
Zuerst noch kurz zwei Bilder über unsere deutsche Unterkunft:
Das super leckere Frühstück (deutscher Standard!)
Homepage der Beiden ist: http://www.iguacu-urlaub.de
 Sooo dann ging´s los, mit dem Auto kann man direkt reinfahren
und den Preis am Schalter bezahlen (wie bei einer Maut-Stelle)

 Eintritt kostet genau so viel wie bei den Brasilianern.
Wer die Iguazu´s mal besuchen will: lest euch das durch.
Das letzte Boot zur Isla San Martin fährt nämlich um 15.30 zurück…
 Missionare haben´s billiger. Vor allem pensionierte Missionare.
(Aber nur weil die Region hier “misiones” heisst. Man meint 
also die Einwohner der Region… =)

 Übersicht des Parks. Es gbt viel zu sehen,
mehr als auf der brasilianischen Seite. 
Man kann auch für 80 Euro mit dem Boot an 
die Wasserfälle fahren. War uns aber zu teuer.
Dann doch leiber die 60 Dollar für einen 10-minütigen Hubschrauberflug.
Hm der war aber von der brasilianischen Seite. Zu spät.

 Wenn man reinkommt kann man dann mit einem Zug
zu verschiedenen Punkten gefahren werden.
Das ist eine der Haltestellen.

 Wir sind sofort zum Herzstück der Wasserfälle gefahren,
der “Garganta del Diablo”, dem Teufelsschlund.
Dieser Weg geht ca. 1 Kilometer auf dem Wasser entlang,
bis man endlich da ist. Die Hitze war unerträglich.
 Hier gibt es einen Halbkreis mit Wasserfällen,
dem Teufelsschlund. Berechtigter Name…
 Leider waren wir da zum Ende der Hochsaison.
Eine Katastrophe. Schrecklich viele Menschen.
Also bitte nicht im Dezember und Januar hier herkommen!
 Blick auf die gegenüberliegenden Wasserfälle

 Sooo … noch ein Foto???

 Menschen über dem Abgrund
 Manchmal sah man nichts aber man hat einfach mal 
drauf los geschossen um dann auf dem Foto anzugucken,
was da eigentlich ist…
 La garganta del diablo
Zunge raus! (guckts euch mal genau an – draufklicken)
 Süße freche Affen gab´s auf den Bäumen
 Aber auch Nasenbären und Eidechsen

 Schick, die Wasserfälle, oder?
Zusammenfassend kann man nur sagen: 
Ein riesen Spektakel, ein gigantisches Meisterwerk,
mit der Unterschrift vom Bestseller-Autor 
des Bestseller-Buches aller Zeiten. 
Applaus! Applaus!

LG. eure Köhlers.

Wasserfälle Brasilien – Foz do Iguaçu

Wir haben unser Ziel erreicht. Wir sind bei den Waserfällen endlich angekommen. Nach 3 Tagen Autofahren. Der Name “Foz do Iguaçu” ist eine Kombination aus dem indianischen Iguaçu („Großes Wasser“) und dem portugiesischen foz („Mündung“), also „Mündung des großen Wassers“. Die Wasserfälle liegen im Grenzgebiet von Argentinien, Brasilien und Paraguay,  daher kann man die Wasserfälle von der Brasilianischen und der Argentinischen Seite besichtigen. Die Paraguayische Seite hat den Itapú-Staudamm gebaut.  Um den anzuschauen, hatten wir leider keine Zeit…
Der Eintritt kostet 24 Dollar (inkl. Parktplatz und Shuttle).
Dann fährt man mit einem Shuttle Bus ca. 15 Minuten und
wird dort an der ersten Station abgesetzt, wo man
dann bis zur letzten Station läuft. Das kann eine oder vier
Stunden dauern. Je nachdem, wie eilig man es hat.

 Nasenbäre gab es hier überall. Sie waren auch sehr frech.

 Da die meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der größere Panoramablick von der brasilianischen Seite möglich.

 Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren 
Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern.
  Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch.

 Dieser Teil wird Garganta del Diablo, also”Teufelsschlund”, genannt.
Wieso, kann man sich ja vorstellen…
Die Argentinische Seite hat den Ausblick von diesen Fällen
oben rechts. Man sieht dann quasi alles von oben.
Seht ihr im nächsten Blogeintrag.

Zum Schluss noch etwas:
Plazas und Reisebusse mit WLAN ausgestattet,
das sollte sich Deutschland mal abgucken!
Als Touri ist das wirklich immer sehr hilfreich,
wenn man ab und zu so Hostels abchecken kann
oder sonstige Infos abrufen kann, die man gerade braucht.
So. Bald die Fotos der argentinischen Seite der Wasserfälle.
Liebe Grüße!

Oh, Argentinien!

Hola amigos!
Unser Speed-Roadtrip begann vor 5 Tagen. Wir fuhren über Nacht mit dem Auto zu viert von Temuco aus los Richtung Norden, um dann bei Santiago über die Anden und gleichzeitige Grenze nach Argentinien zu fahren.

Strecke 1: Temuco – Iguazú (3.000 Kilometer)

Die Anden

Wir fuhren nicht die normale Pass-Straße, sondern die alte, über den Pass „Cristo Redentor“, auf 4.000 Metern Höhe. Die Aussicht war spektakulär und die Luft ziemlich dünn, so dass man aufpassen musste, nicht zu schnell zu laufen, da einen sonst der Schwindel packt.

 Die geschlängelte Straße, die wir hochgefahren sind:

 Und hier der höchste Berg Südamerikas: Der Aconcagua (6.962 m).
Leider bewölkt.

 Ein Grenzübergang in Südamerika ist ein Abenteuer und man sollte sich dafür genügend Zeit einplanen. Mann muss schon im Vorfeld einige Vorbereitungen treffen, vor allem wenn man mit dem Auto rüber fährt (man muss z.B. eine Extraversicherungskarte mit Ziel- und Aufenthaltsort beantragen und dort die üblichen Verdächtigen wie den Fahrezugbrief, Fahrzeugschein, Tüv-Kontrollschein, Autosteuernachweis und natürlich den Paß vorzeigen).

An der Grenze zu Argentinien war eine Riesenschlange von Autos, und als wir den Kontrolleuren näher kamen, fragte man uns ob wir die Dokumente für die Einreise hätten. Leider wurde man vorher gar nicht informiert, noch hängen dort irgendwelche Schilder oder Formulare aus, so dass wir noch Formulare ausfüllen mussten, die wir nach 5x fragen auch irgendwo her bekamen und wir angeschaut wurden, als wären wir vom Mars. Dabei braucht jeder diesen Zettel. Woher haben die den? Wieso wissen die Mitarbeiter nicht, wo die Zettel immer sind? Fragen über Fragen. Doch alles wendete sich zum Guten und wir kamen nach ca. 2 Stunden durch. Oder waren es doch nur anderthalb? Zum Schluss hatten wir auf unserem Laufzettel 7 Stempel gesammelt. Man darf sich dabei nicht an Europa erinnern, wo die Grenzen so einfach zu passieren sind. Undenkbar!


Mendoza (Plaza)

 Alle trinken hier Mate. Überall.


 Autobahn
 In Argentinien fielen uns sofort die alten, verrosteten Autos auf, die hier jeder fährt. Alte Schönheiten werden hier noch bis zu ihrem Tode gewürdigt.
 Überall Straßenschildern mit leckern Angeboten
(Bitte den Mate nicht im Waschbecken waschen)
 Tja, und mit dem Bezin ist das so eine Sache.
Tankstellen sind nicht so häufig wie in Deutschland.
Und manchmal (also oft) gibt es einfach kein Benzin mehr…
Man muss sich also gut überlegen, wann man wieviel tankt.
 (Es gibt kein Benzin. Es gibt kein Diesel)
Manchmal muss man durch solche “Desinfektionsbäder”
mit dem Auto fahren, damit man bloß nicht irgendwelche
Schädlinge oder so mit in die nächste Provinz mitbringt.

Der böse Schädling, weswegen die Autos da durch müssen:
Wir fuhren durch viele verschlafene Nester, die wie ausgestorben schienen. Die Rolläden hingen tief und die Hitze und der Staub zwang sogar die kleinste Ameise zu ihrer Siesta. 
 20 KMH???? AUTOBAHN???
Leider hat Argentinien sehr viele Maut-Stellen und Polizeikontrollen, an denen man alle Papiere vorzeigen muss: Versicherungssschein, Führerschein, Fahrerlaubnis, Fahrzeugbrief. Auch die Grenzübergänge in eine andere Provinz sind dort komplizierter als irgendeine Grenze in Europa.
An einer Polizeikontrolle wurden wir angehalten, weil wir vergessen hatten, das Licht anzumachen (auch in Chile auf der Autobahn Pflicht). Wir sollten 200 Euro dafür bezahlen. Mein Vater sprach ein paar weinerliche Worte mit dem Polizeibeamten im Polizeihäuschen, erklärte ihm seine Situation und durfte dann schließlich mit einer Verwarnung weiterfahren. Wenn es doch nur immer so einfach wäre! 
Denn nach der -gefühlten- 53. Polizeikontrolle (Ok, es war erst die 14.!) wurden wir dann wegen unserer Anhängerkupplung angesprochen. Die hat nämlich der Zoll (tausend Kilometer zuvor) und die letzten 13 Polizeikontrollen übersehen, da sie – Achtung, aufgepasst! – nämlich in Argentinien verboten sind! Kann mich mal jemand zwicken? Anhängerkupplung? Verboten?
Ja, denn sie sind bei einem Unfall sehr unpraktisch. Anhänger darf man fahren, dafür darf sie dann auch dran. Aber sonst muss sie abmontiert werden. Viel zu gefährlich. 
Ach.
So, dann mal eben mit dem Polizeichef im Polizeihäuschen quatschen. Die Lage ist ernst.  Wir werden aufgeklärt, das Gesetz existiert, die Situation verfinstert sich zusehendst. 
Der Zoll ist eigentlich an allem Schuld. Er hätte uns das sagen müssen. Hat er aber nicht.
Versuche, die Kupplung abzumontieren, um so noch einer Geldstrafe zu entkommen, scheitern an unserem mangelnden Werkzeug. Und so kommt es zu einem schwarzen Kapitel in unserer Argentinienreise, einem dunklen Mittelalter auf der Fahrt durch das mit Langweile (landschaftsmässig) gesegnete Land: einer ungerechten Geldstrafe,von 660.-arg. Pesos (gefühlte 1000.- Euro), hört ihr auch das metaphorische Donnern und Blitzen? Oder wenigstens den schnaubenden Drachen, in den wir uns verwandelten?
Wenigstens haben wir jetzt einen Zettel, auf dem draufsteht, dass wir in Argentinien nun mit der Anhängerkupplung herumfahren dürfen, da wir die Strafe ja schon bezahlt haben. Den rahmen wir ein und hängen ihn zu Hause über den Kamin oder stellen ihn zu den Trophäen. 
Hochmotiviert (haha) setzen wir unsere Reise Richtung Iguazú-Fällen fort.

Polizeistation

Als wir in die Nähe von Puerto Iguazú kamen, hielten wir Ausschau nach einer Unterkunft und haben am Wegesrand Cabanas (Ferienhütte) gefunden, wo eine Argentinische und Deutsche Flagge hing. Und siehe da: Tatsächlich, deutsche Auswanderer, seit 3 Jahren in Argentinien, haben diese Cabanas gebaut. Ausgestattet mit lauter deutschen Sachen (Fenstern, Rolläden, Badeinrichtung, Brettspiele, Besteck, Lampen..). Wir waren begeistert!
Auch das Frühstück war herrlich, es wurde uns an die Terrasse gebracht und es gab sogar deutschen Tee und Brötchen, die deutschen ziemlich ähnlich waren (von einem Deutschen gebacken, der in einem Supermarkt an der Kasse saß und uns mit einem „noch etwas?“ nach dem Kassieren anlächelte).
Außerdem gab es einen Pool und einen wunderschönen Sternübersäten Himmel.
Die Hitze war fast unerträglich, doch zum Glück scheint hier Aircondition zu fast jedem Haus dazu zu gehören.


2 Tage diese Landschaft…
 Dann endlich etwas grüner…
 30 km lang diese Straßen…
 ja, DIESE Straßen… 

Und dann wurde es interessanter.

Demnächst gibt es Blogeinträge zu den Iguazú-Wasserfällen, Uruguay und eventuell Buenos Aires.
Also bleibt dran.
Eure Cölaz

Gudn Tach!
Wir sind endlich wieder unterwegs, wie sollte es anders sein, nach Chile!
Nach 123 Stunden sind wir dort angekommen. Vorher haben wir die Chance genutzt, ein paar
Zwischenziele zu besuchen. Zum Beispiel Madrid. Leider hat das aussteigen in Sao Paulo nicht geklappt… “Man muss sich immer was aufheben!” 
Hier ein paar Fotos der letzten Tage:
S P A N I E N
Die Pyrenäen von oben:
Unser Mini-Flugzeug von Frankfurt nach Madrid…
 
 Madrid
  
 
Plaza Mayor

 Überall sehr schöne bunte Türen

Unser Hostel “Mad”
Wunderschön!
So sieht ein typisches Backpacker-Zimmer aus.
Wir haben es mit 3 bzw. 2 anderen geteilt, die nachts
um 3 noch von der Party heimkamen…
 Deko vom Brotgeschäft!

 El mexicano!
 Ein ehemaliger Bahnhof jetzt bepflanzt. Wunderbar.
 Schildkrötengewusel.

 Im Parque del buen retiro

 Paella!

Vorm Weiterflug nach Sao Paulo nochmal alles umpacken,
dass wir bloß nicht über 23kg pro Gepäck kommen! Sonst gibt´s ärger!
B R A S I  L
 Jaa und hier im Transitbereich vom Sao Pauler Flughafen 
verbrachten wir wartend weitere 10 Stunden.
Eigentlich wollten wir ja raus und Sao Paulo angucken 
bis wir mitbekommen haben, dass man dann nochmal eine
gute Summe Flughafengebühr zahlen müsste wenn man 
das macht…. Hmmm.. Naja, Schlafen tat auch gut!

 Sao Paulo

C H I L E
Und dann wie immer der spektakuläre Ausblick
auf die Anden, die man überfliegt.
Kurz darauf ist dann schon fast das Ziel Santiago erreicht.

In Santiago angekommen (gegen 23:30) haben wir
keinen Bus mehr nach Temuco bekommen, 
alles ausverkauft und die Verkaufsstellen hatten gerade geschlossen.
Auf ein Mal standen wir alleine in einem nicht ganz ungefährlichen
dunklen Stadtteil Santiagos, in dem keine Menschenseele rumläuft und 
Müll auf den Straßen verteilt war…. irgendwie auch unheimlich.
Was jetzt??? Wir wollten eigentlich über Nacht einfach nach Hause
in Temuco fahren. Und jetzt in Santiago übernachten?
Der Busterminal wird abgeschlossen… Hostel? Welches? Wo?
Also haben wir einfach mal einen Taxifahrer gefragt der so nett war
uns einen Tipp zu geben und uns hinzufahren. Es tat richtig gut einfach
mal in einem Bett zu pennen. Am nächsten morgen sind wir dann nach Temuco 
gefahren (700km- fast 9 Stunden Busfahrt) und gegen 18:00 angekommen.
 Ein… bisschen… genervt vom Reisen…?
 Was fällt mir sofort auf?
Verdreckte Straßen, tausend Verkäufer, gut gelaunte Menschen,
eine Gruppe deutscher Touris, Snacks an jeder Straßenecke,
Unordnung… Und, dass Chilenen immer zugreifen, wenn 
ihnen etwas angeboten wird (Süßigkeiten, Zeitungen, etc.).

Kaffe mit Strohhalm trinken!
Typisch praktisch:
Der Busfahrer sammelt ab und zu die Verkäufer am Straßenrand ein,
die dann durch den Gang kommen und einem ihr Süßkram oder Empanadas
oder Zeitschriften usw. anbieten… 
Die Tages-busfahrt nach Temuco!

Natürlich immer auf dem Bild: Strommasten. Gehören einfach dazu.
Sie begleiten einen durch ganz Chile. 
Puente Malleco
  Und hier noch die süße kleine Isabella,
Nichte von Bea und Daniel, mit
dem Kleid aus Madrid, das wir ihr mitgebracht haben.

BALD:
in wenigen Tagen geht´s mit Beas Eltern mit dem Auto nach Uruguay, 
wir fahren quasi vom unteren linken Punkt Südamerikas ganz nach Rechts,
überqueren die Anden und Argentinien.
Vielleicht fahren wir auch über Paraguay zu den großen Wasserfällen.
Also bleibt dran!
Eure Kölaz