Heimfahrt

Nach Montevideo beschlossen wir, doch wieder
zurück in´s Camp nach Paysandú zu fahren, da
Daniel schon seit einiger Zeit Fieber hatte und
wir irgendwie bock hatten, zu chillen. 
Also fuhren wir -statt nach Punta del Diablo und evtl.
Brasilien- zurück ans westliche Uruguay.
 Das Camp ist das jährliche Treffen der Missionare
der Gospel Mission of South America, das abwechselnd
in Chile und Uruguay stattfindet. Es gibt dann
Berichte, Predigten, Bibelarbeiten, Spiele, usw.
 Und.. frische Pizza!
 … aus dem Steinofen!
Geholfen haben dort lauter Ehrenamtliche der Gemeinde
in Paysandú, viele Jugendliche, die gekocht haben 
und abgespült. Sehr nett!
 Leute wiedergetroffen…
Und nach ein paar Tagen ging´s zurück.
Dies ist die Brücke von Uruguay nach Argentinien.
Haha, von wegen “Willkommen”.
Nach all den blöden Erfahrungen mit den
argentinischen Polizeikontrollen kann man darüber
nur schmunzeln. Also gegenüber den Nachbarländern
sind sie wirklich sehr, sehr unfreundlich.
 Darf ich vorstellen?
Der Mate-Automat. 
Ok, man kriegt dort nur heißes Wasser für seine Mate-kanne.
Die füllen die Argentinier nämlich immer überall kostenlos auf:
In Restaurants, an der Tankstelle, etc. 
Aber hier kostet aber ein bisschen was.
So… nach vielen Polizeikontrollen, doofen Straßen und
einer megalangweiligen Landschaft,
kamen wir wieder in die Nähe der Anden,
wo es wieder interessanter wurde.
 Beim überqueren der Anden fährt man hier durch.
 Zwischendurch ewige Staus wegen den Polizeikontrollen…
 Nach einer weiteren sehr langen und unbeschreiblich
unlogischen Papierkramgeschichte an der Grenze nach 
Chile (uns fehlte noch ein Zettel mit 7 Stempeln),
waren wir endlich zurück. In unserem geliebten
C H I L E

 Ooooh.. was haben wir sie vermisst..
die chilenische Autobahn!
Bis bald!

Montevideo

Dann sind wir weitergefahren zur Hauptstadt Uruguays, Montevideo.
Die Fahrt war nicht sehr aufregend. Landschaftlich sind wir wohl von Chile verwöhnt…
Montevideo hat 1,4 Millionen Einwohner, also für eine 
südamerikanische Hauptstadt ziemlich wenig.
Aber okay, Uruguay hat ja nur 3,5 Millionen Einwohner…

Witzig ist, dass Uruguayer am 29. Tag des Monats 
ihren Gnocchi-Tag haben (sie schreiben es “ñoqui”).
Warum?
Ganz einfach. Weil in der Wirtschaftskrise die Menschen
am 30. ihr Gehalt bekamen und am 29. nur noch das aßen,
was irgendwie da war: also haben sie Gnocchis gemacht und gegessen.
Daher wird heute traditionell in vielen Restaurants am 29. billig
Gnocchis angeboten. Hamma wieder was gelernt!
(s.u. überm Auto)
Hier ein paar Eindrücke von der total leblosen Stadt
(vielleicht lag es an der Siesta-Uhrzeit?)

Eine leere Promenade in der Hauptstadt. 
Ein sehr rares Bild in Südamerika, 
wo doch die Menschen die Menschenmassen so lieben…
Wo waren nur die ganzen Montevideaner oder wie sie heißen?
Auf jeden Fall waren ein paar witzige Ecken in der Stadt
Und wir haben gelernt, dass diese Mate-becher aus Kalebasse (Kürbis) sind.

Plaza de la Independencia

Einer der vielen Matetrinker (wirklich VIELE).
Man erkennt sie an der Thermoskanne unterm Arm
und dem Matebecher in der anderen Hand.
Total unpraktisch. Oder?

Nationalheld Artigas.
Fragt mich jetzt nicht was er gemacht hat.
Aber er hat bestimmt Uruguay von den Spaniern befreit.
Oha! Da haben wir ja… MENSCHEN!?
Achsoo das ist die Touri-Straße…
Oh… echte Uruguayer… am chillen.

Und dann ging´s wieder zurück nach Paysandú.
Im nächsten Blogientrag:
Das Camp in Paysandú und unsere Heimfahrt nach Chile über… oh weh: Argentinien.
Muchos saludos!
Bea & Daniel

Colonia del Sacramento

Nach den Iguazu-Wasserfällen hieß es für uns: Zack zack nach Paysandú (Uruguay), 
zu einer Konferenz meiner Eltern (weswegen wir überhaupt auf die Idee kamen, den “kleinen” Umweg über die Wasserfälle zu machen.
Nach einer weiteren todlangweiligen Fahrt durch Argentinien – OK, geprägt mit der ständigen Angst, wegen irgend etwas Strafe zahlen zu müssen – kamen wir in Uruguay an.
Der uruguayische Grenzbeamte war der netteste, von allen denen wir auf der ganzen Fahrt begegnet sind.
Uruguay begrüßte uns mit einem netten Sonnenuntergang.

 Der Strand in Paysandú (am Fluß Uruguay)
 Paysandú liegt direkt an der Grenze zu Argentinien.
Die Grenze ist der Fluß Uruguay und die Brücke
geht nach Argentinien.
Dann beschlossen wir nach Colonia del Sacramento 
zu fahren, einem ehemaligen kleinen
Schmugglerhafenstädtchen am Río de la Plata (spanisch für Silberfluss), 
der 290 km lang und bis zu 220 km breite Mündungstrichter.
 Dort haben wir “Milanesa completa” gegessen.
Also einfach alles. Zusammen. Aufeinander geschichtet.
Käse, Schnitzel, Schinken, Käse, Eier. Und Pommes.
Ja, war nicht schlecht.
 Eigentlich wollte ich den Käfer fotografieren.
Aber die linke Hälfte des Bildes ist doch auch sehr interessant.
Und zwar hängt man oft den Müll an die Bäume, damit
Hunde nicht darin herum wühlen und eine Sauerei hinterlassen.
 Das könnten wir Deutschen uns mal abgucken.
Einfach nur dasitzen und Mate trinken oder einfach
mal gar nichts machen. Einfach…. chillen!
 Ein Paradies für alte Schönheiten ist Uruguay schon…

So und jetzt ein paar weitere Eindrücke von dem süßen Städtchen.

 Ja, das war schon ein sehr blöder Zeitpunkt herumzureisen.
Alle Touris stehen sich nur im Weg herum……….

Also wären die vielen Touris und die extreme Hitze nicht, 
wäre es dort wirklich sehr hübsch und angenehm… =)
Seid gegrüßt!